Kern-KI-Richtlinie (schlank und modular)
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Kern-KI-Richtlinie (schlank und modular)

Kernidee

Eine Richtlinie, die ein KI-Manager ohne Juristenteam pflegen kann, vier Kernbestandteile plus Module, statt 75 Seiten Compliance.

Herkunft

Tag 27, Folien 22–29

Der Gegenentwurf zu einer im Deck gezeigten 75-seitigen KI-Richtlinie. Deren Probleme laut Deck: Sie wird nicht gelesen, wenn man nicht muss; sie ist aus Angst entstanden, als Reaktion auf den EU AI Act statt auf den Arbeitsalltag; Berater und Juristen schreiben sie, niemand liest sie; sie ist wartungsintensiv und schnell veraltet; und sie hemmt, statt zu ermöglichen, „Mitarbeitende umgehen eine Richtlinie, die sie nicht verstehen.”

Die vier Kernbestandteile

  • Drei Datenklassen: Grün, Gelb, Rot: Welche Daten darf ich in welchem Tool verarbeiten? „Eine Regel, die jeder versteht.”
  • Fünf Grundsätze: menschliche Verantwortung, Datenschutz, Rechtskonformität, Transparenz, Verhältnismäßigkeit.
  • Drei Freigabe-Leitfragen: Verbotene Praktik? Hochrisiko? Kennzeichnungspflicht?
  • Klare Verantwortlichkeiten: KI-Team, Führungskräfte, Mitarbeitende: wer entscheidet was, ohne Zuständigkeitslücken.

Ergänzt durch eine Self-Service-Checkliste, damit Mitarbeitende eigenständig entscheiden können.

Die Module

Die Kern-Richtlinie bleibt schlank, die Module machen sie nutzbar, jedes ist eigenständig pflegbar:

  • Quick-Win-Dokumentation: wie dokumentiere ich einen Quick Win, wer prüft und archiviert? (siehe Quick-Win-Dokumentation)
  • Leuchtturm-Freigabe: wer entscheidet über komplexere Use Cases, welcher Prozess gilt?
  • Schulungsmatrix: wer muss wie geschult werden: Grundkurs, Rollenvertiefung, KI-Team-Zertifizierung?
  • Tool-Freigabe & Connector-Anbindung: wer entscheidet, ob ein Tool an einen externen Connector angebunden werden darf?
  • Berechtigungskonzept: wer darf eigene Assistenten bauen, Daten hochladen, Agenten starten?

Die drei Datenklassen knüpfen an die Ampel-Logik und das „Eimer”-Bild aus Tag 13 an, wo dieselbe Einteilung in den Sprechernotizen zur Drittland-Frage verwendet wird.

Wird verwendet an