Tag 2 von 60 · Modul 1, Woche 1
Tag 2: KI-Nutzung in Unternehmen, Schatten-KI & erster Langdock-Einsatz
Ziele
Teilnehmende nutzen KI wirksam, sicher und eigenverantwortlich für die eigene Arbeit und entwickeln einen reflektierten persönlichen Standpunkt dazu.
Tagesziele
- Wo stehen wir bei der KI-Nutzung in Unternehmen? Welche Herausforderungen gibt es?
- Wie nutze ich KI-Tools wie Langdock & Co. effektiv?
- Wo stehe ich bei der Nutzung von KI? Was bedeutet das für meine berufliche Entwicklung?
Tagesablauf
Kursplan
Blöcke im Detail
Block 1 einstieg 09:00–09:15 Einstieg: Begrüßung & Checkpoint
Plenum
- Checkpoint Tag 1: Programmüberblick, Organisatorisches (Teams, Learnworlds, Miro, Langdock), Kurskultur
- Fortsetzung der Vorstellungs-Pitches von Tag 1
Block 2 organisation 09:15–10:30 Block 1: Orientierung & Ankommen Teil 2. Was wollen wir gemeinsam?
Moderierte Gruppenarbeit am Miro-Board · 15 Min.
- Was wollen wir? Was ist uns wichtig?
Block 3 theorie 10:30–12:00 Block 2: KI-Nutzung in Unternehmen, Schatten-KI, KI-Kompetenz & Herausforderungen
Plenum-Abfragen
- Wie häufig nutzt ihr KI-Tools beruflich und privat? Und wie häufig haben eure Kolleg:innen in der letzten beruflichen Station genutzt?
- Wie fühlt sich KI aktuell für euch an, und welchen Eindruck hattet ihr bei den Kolleg:innen?
- Hand aufs Herz: Wer hat schon einmal einen privaten KI-Account für eine berufliche Aufgabe genutzt?
- Was sind die größten Herausforderungen beim Thema KI in deinem Unternehmen?
Block 4 praxisübung 12:30–15:00 Block 3: Praxisübung in Langdock, Quartalszahlen aufbereiten
Einzelarbeit in Langdock, danach Gruppenarbeit am Miro-Board · 15 Min. · Gruppengröße 4
- Szenario: Jeder Bereich liefert Quartalszahlen als unformatierte Rohdaten mit unterschiedlichen Strukturen
- Aufgabe: sauberes Diagramm und Handlungsempfehlungen, Deadline vor dem nächsten Meeting
- Excel-Datei plus kurze Anweisung in Langdock geben: „Erstelle ein Diagramm, das für jedes Segment die wichtigsten Ergebnisse aufzeigt. Beschriftung auf Deutsch, professionelles Format.“
- Ergebnisse vergleichen und iterieren
- Brainstorming in 4er-Gruppen: praktische Tipps und Tricks zur KI-Nutzung (ca. 15 Min.), je Gruppe max. 3 Min. Präsentation
Block 5 praxisübung 15:00–16:00 Block 4: KI-Kompetenzprofil Teil 2, Ziele und Erwartungen
Einzelarbeit am Miro-Board · 20 Min.
- Was möchte ich konkret lernen? Was möchte ich beruflich verändern oder verbessern? Was bringe ich mit, das ich einbringen möchte?
- Vorstellung der Ergebnisse, max. 5 Min. pro Person
Block 6 abschluss 16:00–16:15 Abschluss: Reflexion, Sicherung & Ausblick
Keine weiteren Details für diesen Block.
Verwendete Elemente
Tools
- Langdock
- Miro
- Microsoft Teams
- Excel
Rituale & Taktung
- Tägliches Checkout (Lernreise-Board) Zweiter Durchlauf. Board-Struktur und Regeln werden noch einmal vollständig gezeigt, der Miro-Link steht sichtbar auf der Abschlussfolie.
Links
Arbeitsumgebung
Rahmen dieses Tages
Beobachtungen zum Deck
Das Deck nennt zwei Referenten an verschiedenen Stellen: die Titelfolie Robin Schlenkhoff, Folie 3 („Euer Referent für heute“) und die Abschlussfolie Thorsten Gluitz. Beide sind hier als Referenten erfasst. Ob sie den Tag gemeinsam durchführen oder wer welchen Teil übernimmt, sagt das Deck nicht.
Die Checkpoint-Folie (Folie 4) nennt „Learnworlds“ als Lernplattform, das Deck zu Tag 1 spricht an gleicher Stelle von der „AITI Academy“ (academy.aiti.ai). Ob dasselbe System gemeint ist, sagen die Decks nicht.
Die Zahlen „67 % der Deutschen nutzen genKI-Tools“ (Folie 19) und „Jedes dritte Unternehmen nutzt aktiv“ (Folie 20) stehen ohne Quellenangabe auf der Folie — dieselben beiden Zahlen tauchen an Tag 15 erneut auf, dort ebenfalls ohne Quelle.
Der Studienblock zum „GenAI Divide“ (Folien 57–66, u. a. „95 % der maßgeschneiderten unternehmenseigenen KI-Lösungen gelangen nicht in den operativen Einsatz“ und „≈80 % experimentieren, nur ≈5 % erzielen messbaren ROI“) nennt den Studientitel, aber weder Herausgeber noch Datum. Deshalb nicht als Faktum angelegt — die fakten-Collection verlangt Quelle und Stand. Dieselbe 95-%-Zahl steht bereits an Tag 1 (Folie 28), dort ganz ohne Studienbezug.
Die Folien 9, 10 und 11 sind identisch aufgebaut (Miro-Gruppenarbeit „Was wollen wir?“, ca. 15 Minuten) — dieselbe Dreifach-Folie wie an Tag 1 (Folien 78–80).
Querverweis: Der Abschnitt zu Art. 4 EU AI Act (KI-Kompetenz, Folien 45–52, inklusive der Definitionen aus Art. 3) kehrt an Tag 13 und Tag 14 in ausführlicherer Form wieder.
Querverweis: Die Stimmungsabfragen (Folien 21–24) und die Befundfolien zur KI-Nutzung in Unternehmen (Folien 25–33) tauchen an Tag 15 in Block 1 nahezu unverändert wieder auf.
Ausblick
Einstieg: Begrüßung & Checkpoint
Checkpoint zu Tag 1: Der Programmüberblick steht, das Organisatorische ist geklärt (Teams als Kursraum, Learnworlds als Lernplattform, Miro für Gruppenarbeiten, Langdock als KI-Tool), die Kurskultur ist eingeführt. Danach werden die Vorstellungs-Pitches aus Tag 1 zu Ende geführt.
Block 1: Orientierung & Ankommen Teil 2
Fortsetzung der gemeinsamen Regelarbeit vom Vortag am Miro-Board: Was wollen wir, und was ist uns wichtig?
Block 2: KI-Nutzung in Unternehmen, Schatten-KI & KI-Kompetenz
Der Block hat vier Leitfragen: Wo stehen wir bei der KI-Nutzung in deutschen Unternehmen? Was bedeutet Schatten-KI? Was bedeutet KI-Kompetenz nach dem EU AI Act? Und welche Herausforderungen gibt es?
Stand der Nutzung. Zunächst zwei Abfragen in der Gruppe, wie häufig nutzt ihr selbst KI-Tools, und wie war das bei den Kolleg:innen in eurer letzten beruflichen Station? Dann die Zahlen: 67 % der Deutschen nutzen generative KI-Tools, jedes dritte Unternehmen nutzt aktiv. Es folgen Stimmungsabfragen (begeistert, neugierig, unsicher, überfordert) für die eigene Person und für das frühere Umfeld, und eine Reihe von Befunden: KI wird persönlich meist als Chance gesehen, aber mit Sorgen und realen Ängsten; im Unternehmenskontext überwiegend als Chance, aber häufig fehlt das Geld für größere Investitionen; der offizielle Technologiezugang bleibt gerade in kleineren Unternehmen verwehrt; die Nutzung bleibt oft auf Kundenservice und Marketing beschränkt.
Schatten-KI. Die Frage „Wer hat schon einmal einen privaten KI-Account für eine berufliche Aufgabe genutzt?” führt zur Definition: Schatten-KI ist die unkontrollierte Nutzung von KI-Tools durch Mitarbeitende, ohne dass die Organisation davon weiß oder sie steuert. Unterfüttert wird das mit der Konstanzer KI-Studie 2025 (siehe Faktum): Die Nutzung steigt von 24 % auf 35 % der Unternehmen innerhalb eines Jahres, gleichzeitig bieten 67 % der großen und 82 % der kleineren Unternehmen keine KI-Schulungen an, und nur 28 % der Führungskräfte in großen und 9 % in kleinen Unternehmen kommunizieren das Thema überhaupt.
KI-Kompetenz nach dem EU AI Act. Daraus folgt der rechtliche Teil: Art. 4 verpflichtet Anbieter und Betreiber, für ausreichende KI-Kenntnisse ihres Personals zu sorgen; dazu die Definitionen von „Betreiber” (Art. 3 Abs. 4) und „KI-Kompetenz” (Art. 3 Nr. 56). Mit einem Seitenhieb von Prof. Dr. Hacker: „AI Literacy Training — die nächste Datenschutzschulung?” Was KI-Kompetenz praktisch heißt: verstehen, wie KI-Tools funktionieren und wo ihre Grenzen sind; Ergebnisse einschätzen und kritisch hinterfragen; wissen, was rechtlich und betrieblich erlaubt ist; KI sinnvoll in die eigene Arbeit integrieren.
Herausforderungen. Nach einer offenen Frage an die Gruppe nennt das Deck den „KI-Dschungel” aus unübersichtlicher Tool-Landschaft und Integration in bestehende Systeme, Widerstände, komplexe Compliance- und Datenschutzanforderungen und schlechte Datenqualität. Es folgt der Block zum „GenAI Divide”: 95 % der maßgeschneiderten unternehmenseigenen KI-Lösungen gelangen nicht in den operativen Einsatz, rund 80 % der Unternehmen experimentieren, aber nur etwa 5 % erzielen messbaren ROI. Drei Gründe: Pilot-Hölle statt echter Umsetzung, Produktivitäts-Boost ist nicht gleich Business-Impact, und das Hauptproblem ist nicht die Technologie, sondern Organisation und Integration, keine Integration in echte Workflows, keine Feedback-Loops, keine Abstimmung mit dem operativen Betrieb. Fazit: „Organisationen fehlen keine Ideen — es fehlt ein verlässlicher Weg herauszufinden, was wirklich funktioniert.”
Block 3: Praxisübung in Langdock
Erster eigener Tool-Einsatz an einem realistischen Szenario: Jeder Bereich liefert seine Quartalszahlen als unformatierte Rohdaten mit unterschiedlichen Strukturen, gebraucht wird ein sauberes Diagramm samt Handlungsempfehlungen, bis zum nächsten Meeting. Vorher hieß das: manuell aufbereiten, formatieren, kontrollieren, jedes Quartal neu. Jetzt: Excel-Datei rein, kurze Anweisung dazu („Erstelle ein Diagramm, das für jedes Segment die wichtigsten Ergebnisse aufzeigt. Beschriftung auf Deutsch, professionelles Format.”), Ergebnis prüfen, iterieren.
Anschließend sammeln 4er-Gruppen am Miro-Board ihre praktischen Tipps und Tricks zur KI-Nutzung (ca. 15 Minuten), jede Gruppe präsentiert maximal drei Minuten.
Block 4: KI-Kompetenzprofil Teil 2
Einzelarbeit am Miro-Board (ca. 20 Minuten) zu Zielen und Erwartungen: Was möchte ich konkret lernen? Was möchte ich beruflich verändern oder verbessern? Was bringe ich mit, das ich einbringen möchte? Danach Vorstellung der Ergebnisse, maximal fünf Minuten pro Person.
Abschluss: Reflexion, Sicherung & Ausblick
Der Checkpoint fasst drei Punkte zusammen: KI-Kompetenz ist heute Rechtspflicht (Art. 4 EU AI Act, gilt seit Februar 2025); die meisten Beschäftigten nutzen KI bereits, meist informell, ohne Steuerung, häufig ohne Freigabe und ohne Schulung; und KI verändert alle Branchen mit unterschiedlichem Tempo, beginnend bei repetitiven Aufgaben. Danach das tägliche Checkout am Miro-Board (siehe Ritual).