Tag 11 von 60 · Modul 1, Woche 3
Tag 11: Multimodalität & Tool-Markt
Quick Wins sind keine kleinen Dinge – sie sind der Anfang einer KI-Kultur im Team.
Ziele
Teilnehmende nutzen KI wirksam, sicher und eigenverantwortlich für die eigene Arbeit und entwickeln einen reflektierten persönlichen Standpunkt dazu.
Tagesziele
- TN verstehen das Automatisierungsspektrum – von Assistenten bis zu autonomen Agenten.
- TN wissen, was ein Systemprompt ist und wie er sich von einem Einzelprompt unterscheidet.
- TN wissen, was Skills sind und wie sie diese für sich nutzen können.
- TN können wiederkehrende Aufgaben mit einem KI-Assistenten lösen; einmal gebaut, dauerhaft nutzbar!
Tagesablauf
Kursplan
Blöcke im Detail
Block 1 einstieg 09:00–09:15 Einstieg: Wiederholung Tag 10 & Ziele des Tages
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 2 theorie 09:15–10:30 Das Automatisierungsspektrum – von KI-Assistent bis Autonomer Agent
- Stufe 1: KI-Assistenten (reaktiv, vorhersagbar), heutiger Fokus
- Stufe 2: RPA + GenAI (feste Prozesse kombiniert mit Sprachmodell)
- Stufe 3: KI-Agenten (proaktiv, zielorientiert), kommt in Modul 3
- Stufe 4: Autonome KI-Agenten (vollständig selbstständig), kommt in Modul 3
- Assistenten im Detail: konfigurierbar, wiederholbar, teilbar
- Beispiele: Verhandlungstrainer, Termin-Assistent
Block 3 theorie 10:30–12:00 Systemprompt & Skills: Bausteine, Beispiele, Quiz
- Einzelprompt vs. Systemprompt, Beispiel Meeting-Protokoll, Wann-Tabelle
- Die 5 Bausteine eines Systemprompts: Rolle > Ziel > Eingaben > Regeln > Ausgabe
- Quiz: Prompt oder Assistent? (6 Szenarien) mit Auflösung
- Skills: was sie sind, 5 echte Anwendungen (Statusbericht, Kundenkommunikation, HR-Texte, Meeting-Protokoll, Angebote)
- 5-Fragen-Modell für einen Skill
- 4 Schritte zum ersten Skill
- Skill-Erfolgsgeschichten: Vertriebsleiter, Projektmanagerin, Berater
- 4 häufigste Skill-Probleme und Lösungen
Block 4 praxisübung 12:30–14:00 Praxis: Quick-Win-Assistenten bauen
Claude/Langdock/ChatGPT
- Praxisübung: den Assistenten aus Tag 8 als Skill nachbauen
- Übung: Skill Creator nutzen, um einen eigenen Lernassistenten-Skill zu bauen
- Entscheidungsrahmen: Projekt vs. Assistent vs. Skill (Vergleichstabelle, „Eine Frage – drei Antworten“)
- Hauptaufgabe: eigenen KI-Assistenten in 4 Schritten bauen (Aufgabe definieren, Systemprompt schreiben, Wissensgrundlage hinterlegen, testen & iterieren)
Block 5 präsentation 14:00–15:30 Präsentation: Assistent vorstellen im Plenum
5 Min.
- Eigenen Assistenten in einem Satz dokumentieren (tut was, wann nutzen, Eingabe/Ausgabe)
- Vorstellung im Plenum, ca. 5 Min. pro Person
Block 6 abschluss 15:30–16:15 Reflexion, Sicherung & Ausblick auf Tag 12
Keine weiteren Details für diesen Block.
Verwendete Elemente
Tools
- Claude
- Langdock
- ChatGPT
Rahmen dieses Tages
Beobachtungen zum Deck
Folie 37 verweist auf einen an „Tag 8“ bereits gebauten Assistenten („Bau denselben Assistenten aus Tag 8 – diesmal als Skill“) — im ausgewerteten Tag-8-Deck (m1-t08) kommt keine Assistenten-Bauübung vor, dort ging es um KI-Strategie, das Projekt Nordhaus AG und Make-vs.-Buy. Wörtlich übernommen, nicht aufgelöst.
Folie 3 spricht von „Eure Referenten für Heute“ (Plural) und zeigt ein Bild doppelt, die Titel- und Abschlussfolie (Folie 1, 50) nennen aber nur „Thorsten Gluitz“ — anders als an Tag 9/10, deren Titelfolien „Thorsten Gluitz | Tobias Pingel“ nennen. Referenten hier deshalb nur mit Thorsten Gluitz erfasst.
Die Sprechernotiz zu Folie 6 (Tagesplan) lautet wörtlich „Ist unsauber zur Folgefolie“ — eine offenbar an sich selbst gerichtete Anmerkung zum Folienübergang, nicht redigiert.
Die Sprechernotiz zu Folie 41 enthält eine unaufgelöste Autorenfrage: „HIER NOCHMAL KONTEXT FOLIE EINBLENDEN? Training, Inferenz und Kontextfenster. Zusammenspiel mit RAG und co wiederholen!! Oder überfordert das?“ — im Deck nicht entschieden.
Folie 48 und Folie 49 enthalten je eine lose stehende „2“ ohne erkennbaren inhaltlichen Bezug — derselbe Layout-Rest wie zuvor an Tag 7 und Tag 8 beobachtet.
Wiederkehrender Boilerplate-Notiztext (identisch zu den Vortagen) auf Folie 2, 5, 9–13, 14.
Ausblick
Das Automatisierungsspektrum – von KI-Assistent bis Autonomer Agent
Vier Stufen laut Deck: KI-Assistenten (reaktiv, vorhersagbares Verhalten, keine eigenständigen Entscheidungen, heutiger Fokus), RPA + GenAI (feste automatisierte Prozesse kombiniert mit einem Sprachmodell, das Texte interpretiert, z. B. E-Mail-Kategorisierung mit ausgelösten Workflows), KI-Agenten (proaktiv, zielorientiert, ruft Tools auf, wertet Ergebnisse aus, bestimmt den nächsten Schritt selbst — „kommt in Modul 3”) und Autonome KI-Agenten (vollständig selbstständig, langfristige Planung ohne menschliche Eingriffe, „heute noch experimentell” — ebenfalls Modul 3). Assistenten im Detail: konfigurierbar (feste Anweisungen, Kontext, optionale Wissensbasis), wiederholbar (zuverlässiges Ergebnis ohne Neuformulierung), teilbar (Kolleg:innen erreichen dasselbe Qualitätsniveau). Zwei Beispiele: ein Verhandlungstrainer (simuliert den Gegenpart im Rollenspiel, Stil und Schwierigkeitsgrad im Systemprompt konfigurierbar) und ein Termin-Assistent (strukturierte Eingabe → Terminvorschlag + versandfertige E-Mail).
Systemprompt & Skills: Bausteine, Beispiele, Quiz
Abgrenzung: „Der Einzelprompt steuert eine Antwort. Der Systemprompt steuert ein Verhalten.” Die fünf Bausteine eines Systemprompts laut Deck: Rolle, Ziel, Eingaben, Regeln, Ausgabe — Merksatz „Rolle >> Ziel >> Eingabe >> Regeln >> Ausgabe”. Am Beispiel Meeting-Protokoll wird der Unterschied illustriert (Einzelprompt: jedes Mal neu, leicht andere Ergebnisse, nicht teilbar; Systemprompt: einmal gebaut, immer gleich, teamweit nutzbar). Faustregel: „Wenn du es zweimal nutzt, bau einen Assistenten. Wenn andere es auch nutzen sollen, erst recht.” Ein Quiz mit sechs Alltagsszenarien prüft die Entscheidung Einzelprompt vs. Assistent.
Skills werden als „gespeicherte Anweisung, die einem KI-Tool beibringt, wie es eine Aufgabe immer wieder ausführen soll” eingeführt — „Skills machen aus einmaligem Wissen dauerhaftes Können, egal welches Tool.” Fünf reale Anwendungen laut Deck: wöchentlicher Statusbericht, Kundenkommunikation im Firmenstil, Stellenanzeigen/HR-Texte, Meeting-Protokoll, Angebote/Proposals. Ein Skill braucht laut Deck die Antwort auf fünf Fragen (Aufgabe, Zielgruppe, Format, Stil & Regeln, Beispiel) und entsteht in vier Schritten (Aufgabe wählen, Skill schreiben, Skill verbinden, testen & anpassen). Drei Erfolgsgeschichten illustrieren den Transfer von Erfahrung in einen Skill (Vertriebsleiter mit Gesprächsframework, Projektmanagerin mit PM-Framework, Berater mit Schreibstil) — Faustregel: „Wenn du eine Erklärung mehr als zweimal gegeben hast, schreib sie in einen Skill.” Vier häufigste Probleme laut Deck: zu vage Beschreibung, fehlender Beispiel-Output, zu viele Regeln, mehrdeutige Skill-Abgrenzung.
Praxis: Quick-Win-Assistenten bauen
Erste Übung: den (laut Deck) an Tag 8 bereits gebauten Assistenten diesmal als Skill im Skill-Bereich von Claude, ChatGPT oder Langdock nachbauen. Zweite Übung: mit einem vorgegebenen „Skill Creator”-Prompt (der KI stellt fünf Rückfragen und liefert dann den fertigen Systemprompt) einen eigenen Lernassistenten-Skill für den Kurs „Applied AI Professional” bauen — inklusive fertigem Referenz-Systemprompt für einen Lern-Assistenten, der aus Kurstag-Inhalten Kurstag, Lernziel, Kernkonzepte, Praxisbeispiel, Mitnahmen und offene Fragen strukturiert. Danach ein Entscheidungsrahmen: Projekt (Kontext-Container mit Gedächtnis, ich allein), Assistent (konfigurierter Chatbot, ich + Team), Skill (direkt im bestehenden Tool wie PPT/Word/Excel, kein Tool-Wechsel) — illustriert an „Ich muss regelmäßig Kundenfeedback strukturieren” mit drei möglichen Antworten. Hauptaufgabe: den eigenen KI-Assistenten in vier Schritten bauen (Aufgabe definieren, Systemprompt nach den 5 Bausteinen schreiben, Wissensgrundlage/Beispiel-Output hinterlegen, mit einer echten Aufgabe testen und iterieren) — mit dem Hinweis: „Dein Assistent muss heute nicht fertig sein. Er muss nur zeigen, dass du angefangen hast.”
Präsentation: Assistent vorstellen im Plenum
Dokumentation in einem Satz laut Deck-Vorlage: „Dieser Assistent [tut was] — am besten nutzen, wenn [Situation]. Eingabe: [was reinkommt]. Ausgabe: [was rauskommt].” Begründung: Kolleg:innen können ihn ohne Briefing nutzen, man erinnert sich selbst in drei Monaten noch, wofür er war, und er wird Teil der eigenen Prompt-Bibliothek und des KI-Kompetenzprofils. Vorstellung im Plenum, ca. 5 Minuten pro Person.
Abschluss: Das nehmen wir mit
Drei Merksätze laut Deck: das Automatisierungsspektrum von KI-Assistenten bis KI-Agenten verstanden; der Systemprompt als mächtiger als ein Einzelprompt; ein eigener Quick-Win-Assistent gebaut und im Plenum vorgestellt. Ausblick: „Der Toolkompass startet heute — wir beginnen, die Tool-Landschaft systematisch zu erfassen.” „Quick Wins sind keine kleinen Dinge — sie sind der Anfang einer KI-Kultur im Team.” Ausblick auf Tag 12: „Wie erstelle ich Bilder und Texte mit GenKI?”