Tag 7 von 60 · Modul 1, Woche 2
Tag 7: KI-Ökosystem, KI-Strategie & Make vs. Buy
KI-Einsatz beginnt nicht mit der Tool-Entscheidung – sie beginnt mit der Frage: Was wollen wir eigentlich erreichen?
Ziele
Teilnehmende nutzen KI wirksam, sicher und eigenverantwortlich für die eigene Arbeit und entwickeln einen reflektierten persönlichen Standpunkt dazu.
Tagesziele
- TN verstehen das KI-Ökosystem als Schichtenmodell – von der Hardware bis zur Anwendung.
- TN haben Microsoft Copilot kennengelernt.
- TN haben Tool-Anbieter recherchiert.
- TN verstehen das KI-Ökosystem und wie wichtig der Unternehmenskontext ist.
Tagesablauf
Kursplan
Blöcke im Detail
Block 1 einstieg 09:00–09:30 Einstieg: Checkpoint & Wiederholung
Plenum · 2 Min.
- Recap Tag 6: Prompt/RAG/Skills als drei Wege, Golden Rules of Prompting, RAG-Agent in Langdock
- KI-News der Woche: Gesehen, Ausprobiert, Beobachtet, je max. 1–2 Min. pro Person
Block 2 theorie 09:30–11:00 KI-Ökosystem & Tool-Anbieter (Schichtenmodell)
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 3 tool-einführung 11:00–12:00 Einführung Copilot
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 4 praxisübung 12:30–15:00 Praxis 1: Copilot erleben & vergleichen (Moosrasen-Pitch)
Microsoft 365 Copilot
- Besprechungsprotokoll und Factsheets in Copilot hochladen
- Copilot einen 60-Sekunden-Elevator-Pitch nur aus den Dokumenten entwickeln lassen
- Pitch in eigenen Worten vor der Gruppe als Investoren halten
- Analyse: Hat Copilot dazuerfunden? Offene Fragen als offen benannt oder stillschweigend beantwortet?
Block 5 praxisübung 15:00–16:00 Praxis 2: Tool-Recherche und Vorstellung (ChatGPT/Claude/Langdock/Copilot)
Gruppenarbeit (4 Expertengruppen) · 55 Min.
- Expert:innen-Gruppen (25 Min.): 4 Leitfragen für das eigene Tool beantworten (Identität, Stärken, Grenzen & Risiken, persönliche Einordnung)
- Mix-Gruppen (10 Min.): je eine Person pro Tool stellt es den anderen vor
- Plenum-Sync (10 Min.): größte Überraschung, offene Fragen klären
Block 6 abschluss 16:00–16:15 Reflexion, Sicherung & Ausblick
Keine weiteren Details für diesen Block.
Verwendete Elemente
Tools
- Microsoft 365 Copilot
- Claude
- ChatGPT
- Langdock
Links
Arbeitsumgebung
Rahmen dieses Tages
Beobachtungen zum Deck
Die Kapitel-Nummerierung auf den wiederholten Agenda-/Divider-Folien springt nicht linear: Folie 47 nennt „4. Praxis Copilot“, Folie 59 nennt „4. Recherche und Vorstellung von Tool-Anbieter“ — beide als Kapitel 4, wörtlich übernommen.
Folie 42 schreibt „Anthrophic“ statt „Anthropic“.
Wiederkehrender, thematisch nicht passender Boilerplate-Notiztext (RPA-Pipeline, identisch zu Tag 3/4/5/6) auf mehreren Folien (2, 8, 15, 27, 34, 48, 49, 51–54, 57, 58).
Folien 17–21 und 24 tragen trotz unterschiedlicher Tool-Screenshots denselben, nicht bildspezifischen Notiztext.
Die Moosrasen-Startup-Pitch-Übung erscheint hier zum dritten Mal (nach Tag 3 als reiner Chat, Tag 6 als Rückblick-Frage) — diesmal mit Copilot und hochgeladenen Dokumenten (Besprechungsprotokoll, Factsheets). Weiterhin nicht mit der `moosrasen`-Fallstudie (Tag 56, andere Firma/anderes Szenario) verknüpft. Das Deck verweist an Folie 58 sogar explizit zurück: „Was hätte ein Tool ohne Dateizugriff (reiner Chat, wie an Tag 3) hier nicht gekonnt?“
Besprechungsprotokoll und Factsheets für die Copilot-Übung werden im Deck vorausgesetzt, liegen aber nicht unter assets/materialien/m1-t07/ vor (kein Ordner vorhanden).
Folie 63 enthält am Ende eine lose stehende „2“ ohne erkennbaren inhaltlichen Bezug — vermutlich ein Layout-Restfragment.
Ausblick
Einstieg: Checkpoint & Wiederholung
Recap zu Tag 6: die drei Wege zu besseren KI-Ergebnissen (Prompt, RAG, Skills), die Golden Rules of Prompting, der selbst gebaute RAG-Agent in Langdock. Danach eine kurze Plenumsrunde „KI-News der Woche”: jede:r berichtet in 1–2 Minuten, was sie/ihn diese Woche an KI-Neuigkeiten beschäftigt hat, gesehen, ausprobiert, beobachtet.
KI-Ökosystem & Tool-Anbieter
Das KI-Ökosystem wird als 4-Schichten-Modell erklärt: Schicht 1 GPU-Hardware (NVIDIA, AMD), Schicht 2 Cloud-Infrastruktur (AWS, Azure, Google Cloud), Schicht 3 Modelle (Closed Source: OpenAI/Anthropic/Google; Open Source: Llama/Mistral/DeepSeek/Qwen), Schicht 4 Tools & Anwendungen (Claude, ChatGPT, Langdock, Copilot, hier arbeiten die Teilnehmenden täglich, die anderen drei Schichten tragen meist unsichtbar). Closed vs. Open Source wird gegenübergestellt: Closed Source kontrolliert, leistungsstark, sofort nutzbar, aber Datenschutz-Risiko und Lizenzkosten; Open Source frei zugänglich und datensouverän, aber Betrieb erfordert eigenes Know-how.
Ein Exkurs zum DeepSeek-Launch (28. Januar 2025) zeigt laut Deck drei Erkenntnisse: Open Source ist „frontier-fähig” geworden (Kimi, Qwen, DeepSeek auf Augenhöhe mit Top-Closed-Modellen bei vielen Benchmarks), die geopolitische Landkarte verschiebt sich (führende Open-Source-Modelle aus China und Frankreich statt nur USA), und Closed Source hat mit neuen Top-Modellen in H2 2025 zurückgeschlagen (Vorsprung laut Jensen Huang, NVIDIA, CES 2026, ca. sechs Monate). Vorgestellt werden zusätzlich Kimi.ai (Moonshot.ai mit UCLA) und Qwen2.5-VL-32B (Alibaba, visuelles Verständnis und Agenten-Fähigkeiten). Reflexionsfragen: Auf welcher Schicht arbeitet ihr heute, auf welcher wollt ihr in 12 Monaten arbeiten, was wäre dafür nötig? Abschließend werden die drei bereits bekannten Tool-Anbieter eingeordnet: Claude (Closed Source, Anthropic), Langdock (verbindet Open+Closed, DSGVO-konform, modellagnostisch), MS Copilot (Closed Source, OpenAI+Microsoft).
Einführung Copilot
Microsoft 365 Copilot: KI-Assistent direkt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams, dahinter Microsoft mit OpenAI- und Anthropic-Modellen. Drei Bedeutungen von „Copilot” werden unterschieden: Copilot Chat (klassischer Chatbot ohne Firmendatenzugriff, vergleichbar mit Claude.ai/ChatGPT), Microsoft 365 Copilot (eingebettet in die Office-Anwendungen, mit Zugriff auf Firmendaten, das, worüber die meisten reden), Copilot Studio/Agent Builder (Baukasten für eigene Agenten und Geschäftsprozess-Automatisierung). Stärken: Integration in den Microsoft-Alltag, Zugriff auf eigene Firmendaten (Enterprise), niedrige Einstiegshürde, DSGVO-konform über die EU Data Boundary. Schwächen: schwächer bei tiefem kreativem Dialog und komplexem Reasoning, weniger flexibel außerhalb des Microsoft-Ökosystems, relevante Lizenzkosten pro Nutzer. Abschluss des Blocks: Live-Demo von Copilot in Aktion.
Praxis 1: Copilot erleben & vergleichen
Dieselbe Szenario-Familie wie an Tag 3 („Ihr gründet ein Startup, das Moosrasen verkauft”), jetzt mit Copilot und echten Dateien: ein Besprechungsprotokoll des Gründungsteams (Zielgruppen, Preismodell, offene Fragen) und Factsheets (Pflegeaufwand, Kosten, Marktgröße, Wettbewerb) werden in Copilot hochgeladen. Ein für alle identischer Prompt lässt Copilot daraus ausschließlich auf Basis der Dokumente einen 60-Sekunden-Elevator-Pitch für „Die Höhle der Löwen” entwickeln — mit der expliziten Vorgabe, fehlende Informationen zu benennen statt sie zu erfinden. Danach pitcht jede:r in eigenen Worten vor der Gruppe. Analyse im Anschluss: Hat Copilot nur zusammengefasst oder auch dazuerfunden? Hat es offene Fragen als offen benannt? Und explizit: „Was hätte ein Tool ohne Dateizugriff (reiner Chat, wie an Tag 3) hier nicht gekonnt?”
Praxis 2: Tool-Recherche und Vorstellung
Ein Jigsaw-Format über 55 Minuten zu vier Tools (ChatGPT/OpenAI, Claude, Langdock, Copilot/Microsoft): in Experten-Gruppen (25 Min., 3–4 Personen pro Tool) werden vier Leitfragen beantwortet. Identität (wer steckt dahinter, Kern-Idee), Stärken, Grenzen & Risiken (Datenschutz, Abhängigkeiten, Kosten), persönliche Einordnung (für wen in welcher Situation die erste Wahl). In Mix-Gruppen (10 Min.) stellt je eine Person ihr Tool den anderen vor, im Plenum-Sync (10 Min.) werden die größten Überraschungen und offene Fragen geklärt. Recherchequelle ist frei wählbar.
Abschluss: Das nehmen wir mit
Drei Merksätze laut Deck: das KI-Ökosystem als Schichtenmodell verstanden und die eigene Arbeitsebene eingeordnet; Microsoft Copilot kennengelernt und getestet; die wichtigsten Tool-Anbieter vorgestellt und diskutiert. „KI-Einsatz beginnt nicht mit der Tool-Entscheidung, sie beginnt mit der Frage: Was wollen wir eigentlich erreichen?” Ausblick auf Tag 8: „Was ist eine KI-Strategie?” Check-out gemeinsam über dasselbe Miro-Board wie an den Vortagen.