Tag 4 von 60 · Modul 1, Woche 1
Tag 4: Was ist KI? Grundlagen, Geschichte & KI-Kompetenzprofil
KI wird nicht alle ersetzen. Aber jemand, der KI einsetzt – und weiß warum.
Ziele
Teilnehmende nutzen KI wirksam, sicher und eigenverantwortlich für die eigene Arbeit und entwickeln einen reflektierten persönlichen Standpunkt dazu.
Tagesziele
- TN können erklären, wie KI und neuronale Netze funktionieren – ohne Fachjargon.
- TN kennen die drei Kräfte hinter dem KI-Durchbruch: Daten, Rechenleistung und Deep Learning.
- TN lernen Claude kennen und arbeiten ab heute damit.
- TN verstehen die wichtigsten KI-Grundlagen und erstellen ihr erstes eigenes KI-Kompetenzprofil.
Tagesablauf
Kursplan
Blöcke im Detail
Block 1 einstieg 09:00–09:15 Checkpoint & Tagesplan
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 2 theorie 09:15–12:00 Kapitel 1: Wie relevant ist das Thema aktuell?
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 3 theorie Kapitel 2: Wie funktioniert KI? (Neuronale Netze, Training am Beispiel Immobilienpreis)
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 4 theorie Kapitel 3: Der Frühling der KI? (KI-Winter, Deep Blue, AlphaGo, Narrow AI)
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 5 tool-einführung 12:30–13:30 Einführung Claude
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 6 praxisübung 13:30–14:30 Praxis 1: Gruppenübung Claude Research
Gruppenarbeit (3 Teams) · Claude (Research-Funktion) · 20 Min.
- Team 1 – Big Data in Deutschland & Europa (u. a. GAIA-X)
- Team 2 – Deep Learning & Algorithmen in Deutschland & Europa (u. a. Aleph Alpha, Mistral)
- Team 3 – KI-Infrastruktur in den USA im Vergleich zu Deutschland
- Präsentation pro Team und gemeinsame Diskussion
Block 7 theorie 14:30–16:00 Was ist das KI-Kompetenzprofil? (8-Dokumente-Struktur über 20 Tage)
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 8 tool-einführung KI-Kompetenzprofil: Systemprompt als Karriere-Coach einsetzen
Keine weiteren Details für diesen Block.
Block 9 praxisübung Kompetenzprofil Meilenstein 1: Berufsprofil erarbeiten
Claude
- Claude-Projekt „Mein KI-Kompetenzprofil“ anlegen, Systemprompt aus der AITI Academy einsetzen
- Erarbeitungsprompt1_Berufsprofil.md in neuer Konversation abschicken
- Miro-Material aus Tag 1 roh einbringen
- Dialog führen, bis Vollständigkeits-, Abschluss- und Qualitäts-Check bestätigt sind
- 01_berufsprofil.md exportieren und ins Projekt-Wissen hochladen
Block 10 abschluss 15:45–16:15 Reflexion, Sicherung & Ausblick auf Tag 5
Keine weiteren Details für diesen Block.
Verwendete Elemente
Deliverables
Tools
- Claude
- Miro
Links
Arbeitsumgebung
Rahmen dieses Tages
Beobachtungen zum Deck
Folie 99 enthält einen unersetzten Platzhalter: „[ Platzhalter – Screenshot einfügen ]“.
Die Sub-Agenda-Liste auf den Divider-Folien (86, 95, 102, 106, 116, 120, 124) benennt ihren letzten Punkt uneinheitlich: mal „Kompetenzprofil Meilenstein 1“, mal „Wie nutzen wir die Ergebnisse von Tag 1?“ — wörtlich unterschiedlich innerhalb derselben wiederholten Liste.
Die ursprüngliche Block-1-Agenda (Folie 7/9: „Wie relevant / Wie funktioniert / Der Frühling / Was kann Claude / Was forscht Europa / Wer bin ich beruflich / Was nehmen wir mit“) wird nur zur Hälfte mit eigenen Divider-Folien eingelöst. „Was kann Claude“ taucht stattdessen als Kapitel der separaten „Einführung Claude“-Sektion wieder auf; „Was forscht Europa“ und „Wer bin ich beruflich“ erscheinen als eigene Kapiteltitel nirgends wörtlich im Deck.
Tagesplan-Tabelle (Folie 6) überlappt sich selbst: Praxis 2 läuft laut Tabelle bis 16:00 Uhr, der Abschlussblock beginnt laut Tabelle aber schon 15:45 Uhr.
Investitionszahlen zu deutschen Rechenzentren schwanken innerhalb des Decks: Folie 14/18/19 nennen 15,5 Mrd. € (Bitkom, 2025), Folie 112 nennt im Rechercheauftrag an die Teilnehmenden 12 Mrd. € für denselben Zeitraum.
Wiederkehrender, thematisch nicht passender Boilerplate-Notiztext (identisch zu Tag 3/6) auf mehreren Folien (87, 88, 89, 104, 105, 107).
Mehrere aufeinanderfolgende Animationsfolien (25/26 sowie 72/73/76/77/78) tragen jeweils identische Notizen (Regieanweisungen zum Aufmalen bzw. zum Min-Max-Algorithmus) statt folienspezifischer Sprechernotizen.
Ausblick
Kapitel 1: Wie relevant ist das Thema aktuell?
Einstieg über den KI-Infrastruktur-Wettlauf: konkrete deutsche Großprojekte (Telekom/Nvidia „Industrial AI Cloud” München, Schwarz-Gruppe-Rechenzentrum Lausitz, „Europas KI-Campus” Heilbronn) und der Vergleich zu US-Hyperscalern (siehe Faktum). Zitat von Roy Amara: „Wir neigen dazu, die kurzfristige Wirkung einer Technologie zu überschätzen, und die langfristige Wirkung zu unterschätzen.”
Kapitel 2: Wie funktioniert KI?
Neuronale Netze vom menschlichen Gehirn inspiriert, anhand eines durchgängigen Beispiels erklärt: ein kleines Netz soll aus Zimmerzahl, Quadratmetern und Entfernung zum Zentrum den Kaufpreis einer Immobilie schätzen. Schritt für Schritt gezeigt: Gewichte werden zufällig initialisiert, für jedes Trainingsbeispiel berechnet das Netz eine Vorhersage, der Fehler („Error”) wird mit dem echten Preis verglichen, die Gewichte werden per Backpropagation angepasst, wiederholt über mehrere Trainingsbeispiele, bis der Gesamtfehler minimal ist. Danach: Trainingsphase und Anwendungsphase (Inference) sind strikt getrennt, ein neues Beispiel ohne bekanntes Ergebnis wird durch das fertig trainierte Netz geschätzt. Vergleich zum Kuchenbacken: Daten + Algorithmus ergeben das Modell — „nicht der Algorithmus diskriminiert, sondern das Modell, das aus Daten mit einem Algorithmus berechnet wurde.” Exkurs Unsupervised Learning (Google 2012, 10 Mio. YouTube-Bilder ohne Labels, das System bildet die Kategorie „Katze” selbst).
Kapitel 3: Der Frühling der KI?
Historischer Bogen über zwei „KI-Winter” (1974–1980, 1986–1993, jeweils ausgelöst durch fehlendes Vertrauen bzw. fehlende Rechenleistung), dann die Dreifaltigkeit aus Big Data, Rechenleistung (GPU statt CPU) und Deep Learning als Auslöser des Durchbruchs. Meilensteine: Deep Blue schlägt Kasparow (1996, Schach), AlphaGo schlägt Lee Sedol 4:1 (März 2016, Go, per Reinforcement Learning, 5 Millionen Selbstspiel-Partien in drei Tagen), ein Jahr später verliert Ke Jie 0:3 gegen AlphaGo (Mai 2017), worauf China im Juli 2017 seinen nationalen KI-Entwicklungsplan veröffentlicht („Sputnik-Moment”). Pointe: AlphaGo ist „brillant und dumm” — auf einem 20×20-Brett komplett hilflos, weil sein Netz fest auf 19×19 Felder trainiert ist. Genau das ist Narrow AI: extrem gut in einer Sache, hilflos bei der kleinsten Änderung der Aufgabe.
Einführung Claude
Vorstellung von Anthropic (gegründet 2021 von Dario und Daniela Amodei, vormals OpenAI; Public Benefit Corporation; Constitutional AI als Sicherheitsprinzip; Unternehmensbewertung laut Deck 380 Mrd. $, Stand Februar 2026) und der drei Claude-Modelle (Haiku „schnell & günstig”, Sonnet „unser Standard im Kurs”, Opus „komplex & tiefgehend”, 200.000 Token Kontextfenster ≈ 500 Seiten). Live-Tour durch die Oberfläche: Eingabefeld, Sidebar mit Chatverläufen und Modellwahl, Datei-Upload, Spracheingabe, Artefakt-Fenster („kein Copy-Paste mehr”) und Projekte als Arbeitsbereich, der über alle 20 Kurstage hinweg wächst.
Praxis 1: Gruppenübung Claude Research
Drei Teams recherchieren 20 Minuten mit Claudes Research-Funktion (mehrere aufeinander aufbauende Suchanfragen, Web plus verbundener interner Kontext) je einen Aspekt der Dreifaltigkeit mit Europa/Deutschland-Bezug: Team 1 Big Data (u. a. Status von GAIA-X), Team 2 Algorithmen & Deep Learning (u. a. Aleph Alpha, Mistral, Black Forest Labs im Vergleich zu OpenAI/DeepMind), Team 3 KI-Infrastruktur-Investitionen USA vs. Deutschland. Arbeitsorganisation: Breakout-Rooms in Microsoft Teams, Ergebnisse werden im vorbereiteten Miro-Board gesammelt. Vorstellung im Plenum entlang drei fester Leitfragen: Was haben wir gefunden, was hat uns überrascht, was bedeutet das für KI in Europa bzw. für einen selbst als KI-Manager:in — „kein Anspruch auf Vollständigkeit, Überraschungsmoment zählt mehr als Perfektion.”
Was ist das KI-Kompetenzprofil?
Das Kompetenzprofil wird als 8-Schritte-Struktur über alle 20 Kurstage eingeführt (Details siehe verlinktes Deliverable). Merksatz: „Ihr baut das nicht in einem Tag, ihr baut es über 20 Tage.” Alle Teilnehmenden teilen dieselbe Struktur, denselben Systemprompt und dieselben Meilenstein-Termine, aber Branche, Aufgaben und Sprache sind individuell — „Ziel ist nicht das perfekte Dokument, Ziel ist euer Mehrwert für die berufliche Neuorientierung.”
KI-Kompetenzprofil: Systemprompt als Karriere-Coach
Claude übernimmt im Projekt die Rolle eines persönlichen Karriere-Coaches mit drei eingebauten Kontrollpunkten (Vollständigkeits-, Abschluss- und Qualitäts-Check). Vorgehen: Systemprompt-Datei aus der AITI Academy laden, in ein neues Claude-Projekt „Mein KI-Kompetenzprofil” als Projektanweisung einsetzen, danach mit einem einfachen Starter-Prompt testen, ob und wie der Coach sich vorstellt.
Kompetenzprofil Meilenstein 1: Berufsprofil erarbeiten
Allgemeiner empfohlener Ablauf für jeden künftigen Meilenstein laut Deck (kein
Pflichtformat): Prompt befüllen → abschicken → Coaching-Gespräch bis zum
Abschluss-Check → strukturierte MD-Datei ausgeben lassen → ins Projekt
hochladen. Konkret für Meilenstein 1: den heruntergeladenen
Erarbeitungsprompt1_Berufsprofil.md in einer neuen Konversation im Projekt
abschicken, das eigene rohe Miro-Material aus Tag 1 („Wer bist du –
beruflich?”, „Was erwartest du – und was bringst du mit?”) unstrukturiert
einfügen, im Dialog mit Claude ehrlich und konkret antworten, bis alle drei
Kontrollpunkte bestätigt sind, und das Ergebnis als 01_berufsprofil.md
exportieren und ins Projekt-Wissen hochladen.
Abschluss: Das nehmen wir mit
Vier Merksätze laut Deck: Die Dreifaltigkeit aus Big Data, Rechenleistung und Deep Learning hat den KI-Durchbruch möglich gemacht, Deutschland holt auf. Neuronale Netze lernen aus Daten, nicht aus Regeln. Qualität hängt vom Input ab. Meilenstein 1 ist gesetzt, das KI-Kompetenzprofil lebt als mitwachsendes Projekt. „KI wird nicht alle ersetzen. Aber jemand, der KI einsetzt – und weiß warum.” Ausblick auf Tag 5: „Wir haben zwar über ‘Narrow AI’ gesprochen, aber was ist diese generative KI, von der alle sprechen?” Check-out gemeinsam über ein vorbereitetes Miro-Board.