Tag 8: Prozessautomatisierung, Assistenten & Quick Wins
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Modul 1 Ausgewertet M1-T8 M1-W2-T8

Tag 8 von 60 · Modul 1, Woche 2

Tag 8: Prozessautomatisierung, Assistenten & Quick Wins

26. August 2026 · · Folien einzeln ansehen
Eine KI-Strategie beginnt nicht mit Technologie. Sie beginnt mit der Frage: Was wollen wir eigentlich erreichen?
Entwurf, noch nicht freigegeben

Ziele

Grobziel Modul 1

Teilnehmende nutzen KI wirksam, sicher und eigenverantwortlich für die eigene Arbeit und entwickeln einen reflektierten persönlichen Standpunkt dazu.

Tagesziele

  • TN verstehen die Grundlagen einer KI-Strategie und können Unternehmen dabei helfen, strategisch vor der Tool-Entscheidung zu denken.
  • TN kennen die vier Make-vs.-Buy-Stufen und können begründen, welche Stufe für welches Unternehmen sinnvoll ist.
  • TN haben an einem realen Fall gearbeitet und eine fundierte Handlungsempfehlung entwickelt und präsentiert.
  • Nach diesem Tag gilt: wer Strategie vor Tool denkt, trifft bessere Entscheidungen.

Tagesablauf

einstieg Einstieg: Checkpoint & Wiederholung Tag 7
praxisübung Praxisübung: Projekt Nordhaus AG
theorie KI-Strategie & Praxisübung, Teil 1
praxisübung KI-Strategie & Praxisübung, Teil 2: Nordhaus-Vision
theorie-und-praxis Make vs. Buy: Die vier Stufen & Praxis
abschluss Abschluss, Checkout und Ausblick

Kursplan

Zeit
Block
Methode
Werkzeug
Ziel
09:00–09:30
Einstieg: Checkpoint & Wiederholung Tag 7
einstieg
09:30–11:30
Praxisübung: Projekt Nordhaus AG
Fallstudie: Nordhaus AG
praxisübung
11:30–12:00
KI-Strategie & Praxisübung, Teil 1
theorie
12:30–14:00
KI-Strategie & Praxisübung, Teil 2: Nordhaus-Vision
Fallstudie: Nordhaus AG
praxisübung
14:00–16:00
Make vs. Buy: Die vier Stufen & Praxis
theorie-und-praxis
16:00–16:15
Abschluss, Checkout und Ausblick
abschluss

Blöcke im Detail

Block 1 einstieg 09:00–09:30 Einstieg: Checkpoint & Wiederholung Tag 7

Plenum · 2 Min.

  1. Recap Tag 7: Schichtenmodell, Closed vs. Open Source/DeepSeek, Copilot vs. Claude
  2. KI-News der Woche: Gesehen, Ausprobiert, Beobachtet, je max. 1–2 Min. pro Person
Block 2 praxisübung 09:30–11:30 Praxisübung: Projekt Nordhaus AG

Fallstudie: Nordhaus AG

Gruppenarbeit (3 Gruppen à 5 Personen) · 60 Min.

  1. Discovery-Call-Fragen individuell erarbeiten (15 Min.), Top 2 vorstellen
  2. Erstgespräch-Protokoll lesen, drei kritischste Spannungen priorisieren (5 Min.)
  3. Gruppenarbeit: Analyse → Handlungsempfehlung → Tool-Entscheidung (35 Min.)
  4. Pitch: 3 Min. pro Gruppe, Tool-Name erst im letzten Satz (10 Min.)
  5. Debrief: Was haben wir gelernt? (5 Min.)
Block 3 theorie 11:30–12:00 KI-Strategie & Praxisübung, Teil 1

Keine weiteren Details für diesen Block.

Block 4 praxisübung 12:30–14:00 KI-Strategie & Praxisübung, Teil 2: Nordhaus-Vision

Fallstudie: Nordhaus AG

Gruppenarbeit (3 Gruppen) · 20 Min.

  1. Nordhaus heute vs. Ziele der Geschäftsleitung durchgehen
  2. KI-Vision für Nordhaus formulieren (Zielbild, Leitsätze oder Nordstern-Satz)
  3. Pitch der Vision vor der Geschäftsleitung (3 Min. je Gruppe)
Block 5 theorie-und-praxis 14:00–16:00 Make vs. Buy: Die vier Stufen & Praxis

  1. BloombergGPT-Recherche: Strategie und warum sie sich nicht gelohnt hat (15 Min. Einzelarbeit, 5 Min. Plenum)
  2. Case A: Das Mittelstands-Dilemma (Maschinenbau, Übersetzung/Terminologie, Stufe 0 vs. 2)
  3. Case B: Das FinTech-Dilemma (RegTech, Compliance-Assistent, Stufe 1 vs. eigene Kontrolle)
Block 6 abschluss 16:00–16:15 Abschluss, Checkout und Ausblick

Keine weiteren Details für diesen Block.

Verwendete Elemente

Fallstudien

Tools

  • Claude
  • Langdock
  • ChatGPT
  • DeepL

Rahmen dieses Tages

titelfoliecode-of-knowledge-transferreferenten-vorstellungcheckpoint-wiederholunglernzieletagesplanblock-dividerdas-nehmen-wir-mitausblick-nächster-tagabschlussfolie

Beobachtungen zum Deck

Die Tagesplan-Tabelle (Folie 9) beschriftet die beiden Teile von Block 2 uneinheitlich: „Block 2.1“ und „Block 2..2“ (Tippfehler mit doppeltem Punkt).

Anders als an den Vortagen enthält dieses Deck keine „Let's Checkout“-Miro-Folie — die Tagesplan-Tabelle nennt „Checkout“ nur als Teil der letzten Zeile („Abschluss, Checkout und Ausblick“), ohne eigene Folie oder Miro-Link dazu.

Folie 59 und Folie 60 enthalten jeweils eine lose stehende „2“ ohne erkennbaren inhaltlichen Bezug — vermutlich ein Layout-Restfragment, wie zuvor auf Folie 63 von Tag 7 beobachtet.

Das im Deck referenzierte Dokument „NORDHAUS_Erstgespraech_Protokoll.dotx“ (Folie 18) liegt nicht unter assets/materialien/m1-t08/ vor (kein Ordner vorhanden).

Wiederkehrender, thematisch nicht passender Boilerplate-Notiztext (RPA-Pipeline, identisch zu den Vortagen) auf mehreren Folien (8, 23, 26, 34).

Folie 58 kündigt an: „Mehr dazu in Modul 3“ (zu Vibecoding/Make-vs-Buy) — Verweis auf einen künftigen, hier noch nicht vorliegenden Modul-3-Inhalt.

Ausblick

Einstieg: Checkpoint & Wiederholung

Recap zu Tag 7: das Schichtenmodell des KI-Ökosystems, Closed vs. Open Source inklusive DeepSeek-Einordnung, Microsoft Copilot im Vergleich zu Claude. Dazu die wiederkehrende Plenumsrunde „KI-News der Woche” (gesehen, ausprobiert, beobachtet, je 1–2 Minuten pro Person).

Praxisübung: Projekt Nordhaus AG

Die Teilnehmenden übernehmen die Beratung für die fiktive Nordhaus AG (Industriedienstleister, Magdeburg, ~100 Mitarbeitende, Konzern-Tochter): Google Gemini wurde erfolglos getestet, Claude läuft seit sechs Wochen im Test, eine GenAI-Taskforce existiert, aber ohne unternehmensweiten Ansatz, Spannungsfeld zwischen lokaler Geschwindigkeit und zentraler HQ-IT-Governance, wachsendes „Shadow AI”-Risiko. Jede:r erarbeitet zunächst einzeln 5–10 Fragen für einen fiktiven Discovery Call und stellt die eigenen Top 2 vor. Danach liegt das Erstgespräch-Protokoll vor (Dokument „NORDHAUS_Erstgespraech_Protokoll.dotx”): in drei Gruppen wird analysiert, welche drei Spannungen am kritischsten sind, eine strukturierte Handlungsempfehlung entwickelt und eine Tool-Entscheidung (Claude Enterprise oder Langdock) getroffen, mit der Regel, den Tool-Namen erst im letzten Satz des Pitches zu nennen: „Die Tool-Frage ist nicht die erste Frage — sie ist am Ende eure Antwort.”

KI-Strategie & Praxisübung: Teil 1

Eine KI-Strategie wird als Steuerungsinstrument statt Buzzword eingeführt, mit der offenen Frage nach Verantwortlichkeit (IT, Management, oder alle gemeinsam). Vergleich zum Internet: beide senken die Kosten der Erzeugung/Distribution auf null. Warnung im Deck: „Viele Unternehmen starten mit Use Cases ohne Vision und ohne Fundament, das ist wie bauen ohne Architekt.” Die KI-Strategie wird im Unternehmenskontext verortet (Unternehmensstrategie → KI-Strategie → Unternehmenszweck/-ziele) und über vier unterstützende Faktoren mit ihren typischen Lücken erklärt: Organisation (niemand ist zuständig), Menschen (Tools eingeführt, Mitarbeitende nicht mitgenommen), Technologie (Daten vorhanden, aber nicht nutzbar), Ökosystem (alles intern lösen wollen, ohne externe Expertise).

KI-Strategie & Praxisübung: Teil 2: Nordhaus-Vision

Ausgangslage und Zielbild von Nordhaus werden gegenübergestellt: heute wenig systematisch getestet, kleine Taskforce ohne Gesamtansatz, zwei Tools angetestet ohne klares Ergebnis, wachsendes Shadow AI, die Geschäftsleitung will dagegen KI-Kompetenz, Produktivitätssteigerung in Kernprozessen, KI-Kompetenz als Arbeitgeber-Stärke und HQ-Konformität ohne Tempoverlust. In drei Gruppen wird eine KI-Vision für Nordhaus formuliert (Form frei wählbar: Zielbild, Leitsätze oder Nordstern-Satz), die laut Deck konkret, richtungsweisend und tragend sein muss, und anschließend vor der „Geschäftsleitung” gepitcht.

Make vs. Buy: Die vier Stufen & Praxis

Vier Stufen der Make-vs.-Buy-Entscheidung mit je einem realen Unternehmensbeispiel laut Deck: Stufe 0 Buy (Tool kaufen & direkt nutzen, Burda mit ChatGPT & Midjourney), Stufe 1 API (Fertigmodell einbinden, Mercedes-Benz für Qualitätssicherung), Stufe 2 Fine-Tuning (Modell mit eigenen Daten anpassen. Bosch für Code-Entwicklung), Stufe 3 Make (eigenes Sprachmodell. Bloomberg mit BloombergGPT). Häufigster Fehler laut Deck: Unternehmen überspringen Stufe 0/1 und scheitern an fehlender Datenbasis. Fine-Tuning wird als möglicherweise abnehmender Trend hinterfragt („war 2020–2025 ein häufiges KI-Mega-Projekt, heute hört man kaum noch davon”).

BloombergGPT als Rechercheaufgabe: Investition laut Deck ca. 10 Mio. USD, 50 Mrd. Parameter, trainiert auf Bloombergs eigenen Finanzdaten. Leitfrage, warum sich die Wette auf Domänen-Spezialisierung nicht gelohnt hat (freie Quelle, 15 Min. Einzelarbeit, 5 Min. Plenum). Drei Bedingungen, wann sich Make laut Deck lohnt: Datenvorteil (einzigartige Daten), strategische Relevanz (KI ist Kernprodukt, nicht nur ein Tool), Ressourcen (Millionenbudget, eigenes ML-Team) — „Für 99% der Unternehmen ist Make keine Option, und das ist indiskutabel.” Ein Vier-Fragen-Entscheidungsraster folgt (Datenschutz & Compliance, Kosten & ROI, System-Knowhow, Ergebnisqualität).

Praxis-Quickie mit zwei Fällen ohne eindeutig richtige Antwort: Case A, das Mittelstands-Dilemma (Maschinenbau, ~300 MA, Vertriebsleiter will „ein eigenes KI-Modell bauen” für Übersetzung/Dokumentation, sensible Kundendaten, kleines IT-Team ohne ML-Kompetenz) und Case B, das FinTech-Dilemma (RegTech, ~80 MA, Series B, ein Compliance-Assistent für BaFin/EBA-Dokumente soll ins Produkt, API in 2 Wochen einsatzbereit vs. 6–9 Monate Eigenentwicklung). Ausblick: „Vibecoding verändert Make-vs.-Buy-Entscheidungen — mehr dazu in Modul 3.”

Abschluss: Das nehmen wir mit

Zwei Merksätze laut Deck: die drei Ebenen einer KI-Strategie (Vision, Use Cases, unterstützende Faktoren) und dass Strategie vor der Tool-Entscheidung kommt; die vier Make-vs.-Buy-Stufen und die Fähigkeit, für ein konkretes Unternehmen zu begründen, welche Stufe passt. „Eine KI-Strategie beginnt nicht mit Technologie, sie beginnt mit der Frage: Was wollen wir eigentlich erreichen?” Ausblick auf Tag 9: „Was sind Quick Wins, Leuchttürme & Strategische Wetten im Kontext von KI Use Cases?”