Tag 3: Relevanz, Einordnung & erster KI-Kontakt
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Modul 1 Ausgewertet M1-T3 M1-W1-T3

Tag 3 von 60 · Modul 1, Woche 1

Tag 3: Relevanz, Einordnung & erster KI-Kontakt

Wir wollen nicht kommunizieren oder schön formulieren. Wir wollen die KI robust steuern.
Entwurf, noch nicht freigegeben

Ziele

Grobziel Modul 1

Teilnehmende nutzen KI wirksam, sicher und eigenverantwortlich für die eigene Arbeit und entwickeln einen reflektierten persönlichen Standpunkt dazu.

Tagesziele

  • TN haben Langdock kennengelernt und wissen, wie sie KI-Modelle sicher und strukturiert im Arbeitsalltag nutzen.
  • TN kennen die 4 Kategorien wirksamen Promptings – und haben alle vier in echten Aufgaben angewendet und verglichen.
  • TN haben ihre erste Prompt-Bibliothek angelegt und wissen, warum ihre Prompts ihnen gehören, tool-unabhängig und wiederverwendbar.

Tagesablauf

einstieg Checkpoint & Wiederholung
tool-einführung Block 1: Langdock
theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Kontext & Struktur
theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Beispiele
theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Prozess
theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Qualität & Sicherheit
theorie Vom Prompt zum Systemprompt
prompt-bibliothek Block 3: Prompt-Bibliothek
praxisübung Praxis-Übung: Pitch Time mit Langdock
workshop-eigenanwendung Block 4: Welches Potential hat KI in meinem Arbeitskontext?
abschluss Reflexion, Sicherung & Ausblick

Kursplan

Zeit
Block
Methode
Werkzeug
Ziel
09:00–09:15
Checkpoint & Wiederholung
einstieg
09:15–10:00
Block 1: Langdock
tool-einführung
Produktivität steigern ohne Sicherheitsrisiken.
Block 2: Prompting, Kontext & Struktur
theorie-und-praxis
Langdock
Wenn Antworten zu vage, zu lang oder im falschen Ton sind; wenn Output immer gleich aufgebaut sein soll.
Block 2: Prompting, Beispiele
theorie-und-praxis
Langdock
Wenn Stil/Aufbau konsistent sein müssen; wenn „zeigen“ leichter ist als „erklären“.
Block 2: Prompting, Prozess
theorie-und-praxis
Langdock
Wenn Infos fehlen oder Anforderungen unklar sind; wenn du Kontrolle über Zwischenschritte willst.
Block 2: Prompting, Qualität & Sicherheit
theorie-und-praxis
Langdock
Wenn Aussagen sensibel sind (extern, Marke, Vertrauen); wenn du die „erste Antwort“ nicht einfach akzeptieren willst.
Vom Prompt zum Systemprompt
theorie
Block 3: Prompt-Bibliothek
prompt-bibliothek
Langdock
12:30–15:00
Praxis-Übung: Pitch Time mit Langdock
praxisübung
Langdock
15:00–16:00
Block 4: Welches Potential hat KI in meinem Arbeitskontext?
workshop-eigenanwendung
16:00–16:15
Reflexion, Sicherung & Ausblick
abschluss

Blöcke im Detail

Block 1 einstieg 09:00–09:15 Checkpoint & Wiederholung

Keine weiteren Details für diesen Block.

Block 2 tool-einführung 09:15–10:00 Block 1: Langdock

Keine weiteren Details für diesen Block.

Block 3 theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Kontext & Struktur

Langdock

  1. Praxisübung: Pressemitteilung per Chatten (ohne Struktur)
  2. Anwendung in Langdock
  3. Reflexion: Wie lief's, wie zuverlässig?
  4. Praxisübung: Pressemitteilung mit Rollen-Prompting, Constraints, Output-Format
  5. Anwendung in Langdock
Block 4 theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Beispiele

Langdock

  1. Praxisübung: Pressemitteilung per Few-Shot-Prompting
  2. Anwendung in Langdock
  3. Reflexion: Vergleich zur vorherigen Runde
  4. Bonus: Reverse-Prompting, Stilregeln aus dem Beispiel ableiten
  5. Anwendung in Langdock
Block 5 theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Prozess

Langdock

  1. Praxisübung: Pressemitteilung mit Prompt-Chaining (Rückfragen → Gliederung → Entwurf → Review)
  2. Anwendung in Langdock
  3. Reflexion: Welche Rückfrage hat das Ergebnis verändert?
Block 6 theorie-und-praxis Block 2: Prompting, Qualität & Sicherheit

Langdock

  1. Praxisübung: Pressemitteilung per Self-Check absichern
  2. Anwendung in Langdock
  3. Reflexion: Welche Stelle war zuvor riskant?
Block 7 theorie Vom Prompt zum Systemprompt

Keine weiteren Details für diesen Block.

Block 8 prompt-bibliothek Block 3: Prompt-Bibliothek

Langdock

  1. Was eine Prompt-Bibliothek ist (und nicht ist)
  2. Die vier Pflichtelemente eines Eintrags: Titel, Zweck, Prompt, Wann einsetzen
  3. Ersten Eintrag per Prompt in Langdock dokumentieren lassen
  4. Speicherort wählen: lokaler Ordner oder Claude-Projekt
Block 9 praxisübung 12:30–15:00 Praxis-Übung: Pitch Time mit Langdock

Plenum · Langdock

  1. Szenario: Startup verkauft Moosrasen, Pitch-Prompt in Langdock
  2. 60-Sekunden-Elevator-Pitch pro Person in eigenen Worten, vor der Gruppe als Investoren
  3. Reflexion: Was war gleich, was unterschiedlich, was hat überrascht?
  4. Zweite Pitch-Runde: 3-Jahres-Finanzplan ergänzen
  5. Reflexion Runde 2
Block 10 workshop-eigenanwendung 15:00–16:00 Block 4: Welches Potential hat KI in meinem Arbeitskontext?

  1. Schritt 1: Meine Prozesse & Aufgaben. Was habe ich wirklich gemacht?
  2. Schritt 2: Mein KI-Potenzialfeld. Wo war die Arbeit repetitiv, datenbasiert, zeitaufwändig?
  3. Schritt 3: Hier sehe ich Potenzial, konkretes persönliches Ziel formulieren
Block 11 abschluss 16:00–16:15 Reflexion, Sicherung & Ausblick

Keine weiteren Details für diesen Block.

Verwendete Elemente

Tools

  • Langdock
  • Claude

Rahmen dieses Tages

titelfoliecode-of-knowledge-transferreferenten-vorstellungcheckpoint-wiederholunglernzieletagesplanblock-dividerdas-nehmen-wir-mitausblick-nächster-tagabschlussfolie

Beobachtungen zum Deck

Folie 66 zeigt den Block-Divider „Welches Potential hat KI in meinem Arbeitskontext? / Block 4 / MODUL 1 Tag 2" — die Tagesnummer im Divider widerspricht Titelfolie (Folie 1: „TAG 3"), den übrigen Block-Dividern (Folie 7/12/48/54: „MODUL 1 Tag 3") und der Abschlussfolie (Folie 75: „Tag 3 geschafft!").

Tagesplan-Tabelle (Folie 6) fasst „Prompting-Grundlagen & Prompt Bibliothek" als einen Block 2 (10:00–12:00) zusammen. Die Content-Divider-Folien im Deck trennen dieselbe Zeitspanne stattdessen in „Block 2: Prompting" (Folie 12) und „Block 3: Prompt-Bibliothek" (Folie 48) — keine Uhrzeit für den Split im Deck angegeben, deshalb bleibt `zeit` an den betroffenen Blöcken leer.

Folie 54 („Praxis-Übung / Pitch Time mit Langdock") trägt keine Blocknummer, entspricht aber zeitlich Block 3 der Tagesplan-Tabelle (12:30–15:00, „Praxis Übung Startup Pitch").

Folie 29 enthält einen unersetzten Platzhalter im Beispiel-Prompt: „Hier ist ein Beispiel für eine Pressemitteilung von ATG Entertainment: [BEISPIEL Pressemitteilung einfügen]".

Folie 41 enthält im Übungstext einen Platzhalter-Verweis: „Hier ist die Pressemitteilung (Text einfügen).".

Mehrere, inhaltlich nicht zum jeweiligen Folienthema passende Notizfelder wiederholen sich wortgleich auf verschiedenen, thematisch nicht zusammenhängenden Folien (u. a. Folie 2, 5, 17, 18, 21–24, 27–29, 34–36, 39–41), z. B. „Prozesse analysieren, nicht nur delegieren. 95% der KI-Projekte scheitern...". Wirkt nach copy-paste-artigem Boilerplate-Notiztext, nicht nach folienspezifischen Sprechernotizen — wörtlich übernommen, nicht interpretiert.

Die Praxisübung ab Folie 57 lässt die Teilnehmenden ein fiktives Startup pitchen, das „Moosrasen" verkauft (Rasenersatz aus Moos, Zielgruppe Privatkund:innen, Pitch-Format „Höhle der Löwen"). Das ist ein anderes Szenario als die bestehende Fallstudie `moosrasen` (Moosrasen GmbH, Aufmaß-App für Kolonnen, referenziert an Tag 56/m3-t16) — gleicher Name, aber keine Deckangabe, die beide als dieselbe fiktive Firma bestätigt. Deshalb hier nicht als `fallstudie: moosrasen` referenziert.

Kein Materialordner unter assets/materialien/m1-t03/ vorhanden; alle Übungsprompts stehen direkt auf den Folien, keine separaten Handout-Dateien im Deck referenziert.

Ausblick

Block 1: Checkpoint & Wiederholung

Drei Merksätze zum Einstieg: KI-Kompetenz ist laut Deck seit Februar 2025 eine Rechtspflicht (EU AI Act Artikel 4). Die meisten Menschen nutzen KI beruflich bereits informell, ohne Steuerung, häufig ohne Freigabe und Schulung („KI-Schattennutzung”). KI-Projekte scheitern laut einer im Deck zitierten MIT-Studie häufig nicht an der Technologie, sondern an Organisation & Integration.

Block 1: Langdock

Langdock wird als zentrale, DSGVO-konforme Plattform für generative KI im Unternehmen vorgestellt: Zugriff auf über 40 Modelle (GPT, Claude, Gemini, Mistral, DeepSeek u. a.) über eine Oberfläche, EU-Hosting in Frankfurt auf Microsoft Azure, kein Training mit Nutzerdaten, ISO-27001:2022- und SOC-2-Type-II-Zertifizierung, AVV sofort verfügbar.

Der Trade-off wird als Diagramm gezeigt: direkter Modellzugriff ist mit einem Hop schneller, der Umweg über Langdock (zwei Hops, Verarbeitung in Frankfurt) kostet etwas Latenz, dafür Authentifizierung, Verschlüsselung, Logging/Compliance und durchgesetzte Datenschutzregeln. Merksatz: „Etwas mehr Latenz ist der Preis für DSGVO, Datenhoheit und Modellfreiheit.”

Block 2: Prompting: die vier Kategorien

Ausgangsfrage: „Prompting? Ist das nicht so voll 2025?” — Antwort: „NEIN, denn… Chatten ≠ Prompten.” Ziel laut Deck: „Wir wollen nicht kommunizieren oder schön formulieren. Wir wollen die KI robust steuern.”

Vier Arten der Interaktion werden unterschieden: Chatten (spontan, unzuverlässig), Prompten (bewusst steuern, reproduzierbar), System-Prompten für Assistenten/Agenten (wiederholtes Verhalten) und System-Prompten für autonome Agenten (Handeln + Tools

  • Risiko).

Darauf aufbauend vier Kategorien wirksamen Promptings, jede mit Theorie, Praxisregel und einer Übungsrunde an derselben Aufgabe (Pressemitteilung für ATG Entertainment zur Touring-Produktion „Der Glöckner von Notre Dame”):

  1. Kontext & Struktur: Rollen-Prompting, Constraints, Output-Format. Regel: lieber 2–3 klare Constraints als 20 vage Wünsche; Format immer explizit nennen.
  2. Beispiele: Few-Shot-Prompting (1–2 repräsentative Beispiele reichen), Reverse-Prompting (Regeln aus einem guten Beispiel extrahieren, dann neu generieren lassen).
  3. Prozess: Rückfragen erzwingen (max. 3, dann erst Output), Prompt-Chaining in der Standardkette Rückfragen → Gliederung → Entwurf → kurzer Review.
  4. Qualität & Sicherheit: Self-Check/Reflexion anhand einer Checkliste (Unklarheit, Versprechen, Risiken), Variantenvergleich (2 Varianten + Kriterien
    • Empfehlung).

Jede Runde wird direkt in Langdock angewendet und im Plenum reflektiert („Wie lief’s im Vergleich zu davor?”).

Block 2: Vom Prompt zum Systemprompt

Abgrenzung: ein Einzelprompt steuert eine Antwort, ein Systemprompt steuert dauerhaftes Verhalten über viele Interaktionen. Grundbausteine für KI-Agenten laut Deck: klare Rolle & Ziel über Zeit, definierte Arbeitsweise, Qualitätskriterien, Leitplanken für Risiken. Für autonome Agenten zusätzlich: Tools, Richtlinien (Do/Don’t), Stop-Kriterien, Feedback & Re-Planning. Abschlusssatz: „Eure Prompts gehören euch! Nicht irgendeinem Tool-Anbieter.”

Block 3: Prompt-Bibliothek

Abgrenzung, was eine Prompt-Bibliothek NICHT ist (lose Chat-Sammlung, nur für eine Person verständlich, einmal angelegt und vergessen, an ein Tool gebunden) und was sie IST (persönliche Sammlung reproduzierbarer Prompts, wächst mit jedem Kurstag, Grundlage für spätere Claude-Projekte, portabel).

Vier Pflichtelemente je Eintrag laut Deck: Titel, Zweck (ein Satz), der vollständig ausformulierte Prompt mit [Platzhaltern], und „Wann einsetzen”. Deck-Hinweis: „Das ist die Basis für heute. Den vollständigen Dokumentationsstandard mit Beispiel-Input & -Output bauen wir in den kommenden Tagen weiter aus.”

Die Teilnehmenden lassen sich ihren ersten Eintrag per Prompt direkt in Langdock dokumentieren und sichern ihn danach an einem von zwei vorgeschlagenen Orten: lokal in einem Ordner als .md/.txt, oder in einem neuen Claude-Projekt „Meine Prompt-Bibliothek”.

Praxis-Übung: Pitch Time mit Langdock

Szenario: „Ihr gründet ein Startup, das Moosrasen verkauft.” Alle Teilnehmenden geben denselben, bewusst simpel gehaltenen Prompt in Langdock ein (Rolle: erfahrener Startup-Berater; Aufgabe: Pitch für „Die Höhle der Löwen” mit Unternehmensname, Claim, USPs, gesellschaftlichen Megatrends, klaren Zahlen). Laut Notiz ist das Gleichbleiben des Prompts über alle Teilnehmenden hinweg bewusst gewählt, „entscheidend für den Vergleich danach”.

Danach pitcht jede:r 60 Sekunden in eigenen Worten vor der Gruppe als Investoren, kein Ablesen. Reflexion in der Gruppe: was war gleich, was unterschiedlich, was hat überrascht, warum trotz identischem Prompt so unterschiedliche Ergebnisse? Zweite Runde: derselbe Pitch wird um einen 3-Jahres-Finanzplan erweitert (Excel oder maximal 2 Slides), mit erneuter Reflexionsrunde.

Block 4: Welches Potential hat KI in meinem Arbeitskontext?

Rückblick: „Tag 1 – Oberfläche” (Branche, Tools, Kursziel) vs. „Tag 2 – Tiefe” (Prozesse, KI-Potenzial, konkretes Ziel) als Einstieg in die heutige, dritte Vertiefungsstufe.

Drei aufeinander aufbauende Schritte:

  1. Meine Prozesse & Aufgaben: wiederkehrende Aufgaben als Sticky Notes, mit Beispielstichworten aus dem Deck für Vertrieb, Marketing, HR & Management, Controlling & Finance.
  2. Mein KI-Potenzialfeld: 2–3 der eigenen Sticky Notes markieren, die repetitiv, datenbasiert oder zeitaufwändig waren, mit kurzer Begründung.
  3. Hier sehe ich Potenzial — Zielsatz nach der Vorlage „Am Ende dieses Kurses will ich [Ziel] – weil [persönlicher Grund].”

Abschluss: Das nehmen wir mit

Vier Merksätze laut Deck: Chatten und Prompten sind nicht dasselbe, robuste Steuerung braucht Kontext, Struktur, Beispiele, Prozess und Qualitätssicherung. Langdock ist die sichere, DSGVO-konforme, multi-model Arbeitsumgebung. Die eigenen Prompts gehören einem selbst, lokal gespeichert und tool-unabhängig. Wer keine Prompt-Bibliothek hat, „fängt jeden Tag wieder bei null an.”

Ausblick auf Tag 4: „Wir wissen jetzt, was KI kann. Aber warum funktioniert das eigentlich, und wer sind wir in dieser neuen Welt?”