Tag 21: Modul-Auftakt: Werkzeugkoffer & die drei Lehrunternehmen
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Modul 2 Ausgewertet M2-T1 M2-W1-T1

Tag 21 von 60 · Modul 2, Woche 1

Tag 21: Modul-Auftakt: Werkzeugkoffer & die drei Lehrunternehmen

21. September 2026 · · Folien einzeln ansehen
Modul 1 war Exploration. Modul 2 ist Auftrag.
Entwurf, noch nicht freigegeben

Ziele

Grobziel Modul 2

Teilnehmende identifizieren und bewerten KI-Anwendungsfälle in ihrer Organisation und steuern sie systematisch, unter Berücksichtigung der beteiligten Stakeholder sowie der organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen.

Tagesziele

  • …sortierst du deinen Methodenkoffer, den du dir als KI-Manager:in aufgebaut hast.
  • …erhältst du einen Einblick auf das zweite Modul und wie deine Lernreise fortgesetzt wird.
  • …lernst du drei Unternehmen kennen, die dich durch das ganze Modul begleiten.

Tagesablauf

einstieg Einstieg: Checkpoint & KI-News
theorie Theorie Block 1: Recap Methodenkoffer
theorie Theorie Block 2: Modul 2. Was ändert sich? Was erwarten Unternehmen?
praxisübung Praxis 1: Unsere drei Lehrunternehmen im Detail
theorie Praxis 2: Disruptions-Level & Klassifizierung
abschluss Abschluss: Reflexion, Sicherung & Ausblick auf Tag 22

Kursplan

Zeit
Block
Methode
Werkzeug
Ziel
09:00–09:30
Einstieg: Checkpoint & KI-News
einstieg
09:30–11:00
Theorie Block 1: Recap Methodenkoffer
theorie
Der Werkzeugkoffer aus Modul 1 wird sortiert: ein Prozessrahmen, ein Leitmotto und vier Werkzeuge.
11:00–12:00
Theorie Block 2: Modul 2. Was ändert sich? Was erwarten Unternehmen?
theorie
12:30–15:00
Praxis 1: Unsere drei Lehrunternehmen im Detail
praxisübung
15:00–16:00
Praxis 2: Disruptions-Level & Klassifizierung
theorie
16:00–16:15
Abschluss: Reflexion, Sicherung & Ausblick auf Tag 22
abschluss

Blöcke im Detail

Block 1 einstieg 09:00–09:30 Einstieg: Checkpoint & KI-News

Plenum

  1. KI-News der Woche: Gesehen, Ausprobiert, Beobachtet
  2. Stimmungsabfrage nach einer Woche Pause: Wie ready bist du für Modul 2? (begeistert / neugierig / unsicher / überfordert)
Block 2 theorie 09:30–11:00 Theorie Block 1: Recap Methodenkoffer

Plenum-Reflexion nach jedem Werkzeug

  1. Reflexion zu „Think big, start small, iterate often“: Was waren eure Erfahrungen? Wie hat es euch persönlich geholfen?
  2. Reflexion zu Schritt 1: Generierung von Problemen & Ideen
  3. Reflexion zu Schritt 2: Priorisierungsframework, und wie viel komplexer ist dieser Schritt im Vergleich zum vorherigen?
  4. Reflexion zu Schritt 3: Opportunity Canvas
  5. Reflexion zu Schritt 4: Use Case Canvas
Block 3 theorie 11:00–12:00 Theorie Block 2: Modul 2. Was ändert sich? Was erwarten Unternehmen?

Keine weiteren Details für diesen Block.

Block 4 praxisübung 12:30–15:00 Praxis 1: Unsere drei Lehrunternehmen im Detail

Plenum-Diskussion und Gruppenarbeit, je Unternehmen derselbe Dreischritt · 20 Min.

  1. Vorstellung des Unternehmens durch den Dozenten
  2. Gemeinsame Diskussion: Was seht ihr? Was kennt ihr?
  3. 20 Minuten Ideenarbeit: Was sind die Kernprozesse? Wo kann KI unterstützen? Wie stark und wo sind Prozesse von KI-Disruption betroffen?
  4. Auflösung: Kernprozesse, Handlungsdruck und Einschätzung des Hauses
Block 5 theorie 15:00–16:00 Praxis 2: Disruptions-Level & Klassifizierung

Keine weiteren Details für diesen Block.

Block 6 abschluss 16:00–16:15 Abschluss: Reflexion, Sicherung & Ausblick auf Tag 22

Keine weiteren Details für diesen Block.

Verwendete Elemente

Rahmen dieses Tages

titelfoliecode-of-knowledge-transferreferenten-vorstellunglernzieletagesplanagendablock-dividerausblick-naechster-tagabschlussfolie

Beobachtungen zum Deck

Erster Tag mit Jan-Philipp Krum als Dozent. Die Vorstellungsfolie (Folie 3) trägt nur die Überschrift „Euer Dozent für Heute“ und enthält keine Textangaben zu Funktion oder Stationen — anders als die Referentenfolien in Modul 1.

Folie 39 nennt für die 95-%-Zahl zu KI-Pilotprojekten erstmals eine vollständige Quelle („MIT NANDA, 2025“). Dieselbe Zahl steht bereits an Tag 1 (Folie 28) ganz ohne Quelle und an Tag 2 (Folien 57–66) nur mit Studientitel „GenAI Divide“, aber ohne Herausgeber und Datum.

Die drei Lehrunternehmen werden hier erstmals ausführlich eingeführt und am Ende (Folie 59) den Disruptions-Leveln zugeordnet: Moosrasen GmbH Level 1 (Wachstumsfall), IHK Level 2 (Modernisierungsfall), Küstenkurier Verlag Level 3 (Überlebensfall). Die drei Fallstudien-Entitäten sind entsprechend ergänzt beziehungsweise neu angelegt worden.

Der Tagesplan bezeichnet den Nachmittagsabschnitt ab 15:00 als „Praxis 2“, inhaltlich ist es die Zusammenfassung und Klassifizierung der drei Unternehmen nach Disruptions-Leveln — also eher Theorie als Praxis.

Die Abschlussfolie (Folie 61) nennt kein Datum und keinen Dozentennamen, anders als die Titelfolie und anders als in allen Decks aus Modul 1.

Querverweis: Der Methodenkoffer-Recap (AITI Use Case Prozess, Double Diamond, Priorisierungsframework, Opportunity Canvas, Use Case Canvas, „Think big, start small, iterate often“) wiederholt Inhalte aus den Tagen 9, 10 und 14.

Ausblick

Einstieg: Checkpoint & KI-News

Nach einer Woche Pause zwischen den Modulen zunächst die KI-News-Runde und eine Stimmungsabfrage: „Wie ready bist du für Modul 2?”

Theorie Block 1: Recap Methodenkoffer

Der Tag beginnt mit einer Bestandsaufnahme: „20 Tage Modul 1 – das habt ihr hinter euch. Ihr habt KI nicht nur kennengelernt – ihr habt sie angewendet, ausprobiert, in Berufsalltag gedacht.” Daraus wird der Werkzeugkoffer der KI-Manager:in ausgepackt: ein Prozessrahmen, ein Leitmotto und vier Werkzeuge.

Der Prozessrahmen ist der AITI Use Case Prozess mit seinen Schritten Ideengenerierung, Priorisierung, Opportunity Canvas und Use Case Canvas, flankiert vom AITI Double Diamond (Verstehen, Definieren, Entwickeln, Validieren). Das Leitmotto ist „Think big, start small, iterate often”.

Jeder der vier Schritte wird noch einmal aufgerufen und anschließend reflektiert — immer mit denselben zwei Fragen („Was waren eure Erfahrungen hiermit? Wie hat es euch persönlich geholfen?”), ab Schritt 2 ergänzt um „Wie viel komplexer ist dieser Schritt im Vergleich zum vorherigen?”. Beim Use Case Canvas hält das Deck fest, dass er „schon einiges verlangt”: vier Bereiche statt vier Feldern, und plötzlich tauchen Fragen auf, die beim Opportunity Canvas noch nicht da waren.

Zum Schluss der Ausblick auf den fünften Schritt: CRISP-DM setzt dort an, wo der Use Case Canvas an seine Grenzen kommt, und vertieft die Felder, die im Canvas oft grob bleiben.

Theorie Block 2: Was ändert sich in Modul 2?

Der Mentalitätswechsel, den auch die Modulbeschreibung nennt: „Bis jetzt haben wir geschaut, was ihr könnt. Jetzt schauen wir, was ein Unternehmen von euch erwartet. Der Werkzeugkoffer bleibt der gleiche.” Zugespitzt auf der Folie: „Modul 1 war Exploration. Modul 2 ist Auftrag.” Wo Modul 1 eigene Themen, eigene Tempi, freie Tool-Wahl und Reflexion über die eigene Zukunft bedeutete, gilt in Modul 2 ein Auftrag von außen.

Das Ziel steht früh fest: Am Ende von Modul 2 entwickeln die Teilnehmenden eine vollständige KI-Strategie für einen Unternehmensbereich und präsentieren sie, mit Vision und Use Cases. Der Weg dorthin ist wiederholtes Anwenden des Methodenkoffers an realen Unternehmen, plus CRISP-DM als zusätzliches Werkzeug für tiefere Use-Case-Arbeit, und immer wieder Platz für die eigenen Use Cases.

Es folgt ein Realitäts-Check: Wo stehen deutsche Unternehmen wirklich? Die Antwort im Deck ist nüchtern, die meisten sind nicht weit, weder kulturell noch technisch. Dazu die MIT-NANDA-Zahl (siehe Faktum), dass 95 % der KI-Pilotprojekte keinen messbaren ROI liefern, mit der Pointe: „Das ist keine Warnung. Das ist eine Stellenausschreibung. Genau für Menschen wie euch. Ihr landet vermutlich nicht in Hochleistungs-Tech-Startups. Ihr kommt in deutsche Unternehmen, die gerade dabei sind, das Naheliegende zu organisieren.”

Was Unternehmen konkret erwarten, fasst das Deck in klaren Sätzen: „Wir haben ein Problem. Lös es.” Nicht: erkunde, was möglich wäre. „Wir haben Budget X. Halte dich dran.” „Wir nutzen Tool Y. Arbeite damit.”

Praxis 1: Die drei Lehrunternehmen im Detail

Drei Unternehmen, drei Geschichten, für jedes derselbe Dreischritt: Vorstellung, gemeinsame Diskussion, dann 20 Minuten eigene Ideenarbeit zu Kernprozessen, KI-Hebeln und Disruptionsbetroffenheit, und erst danach die Auflösung durch das Haus.

Moosrasen GmbH (siehe Fallstudie): junges GaLaBau-Startup mit fünf Personen, Nische Moosrasen in Plattenform, Standort Moosingen im Umland von München. Diskussionsfrage: Wo könnte KI im Handwerk helfen, und wo nicht?

IHK (siehe Fallstudie): öffentlich-rechtliche Körperschaft mit gesetzlichem Auftrag, rund 350 Mitarbeitende, aktiver und mitbestimmender Personalrat. Diskussionsfrage: Diese Organisation hat sehr unterschiedliche Aufgaben, welche davon könnten durch KI verändert werden, welche bleiben?

Küstenkurier Verlag (siehe Fallstudie): traditionsreiche regionale Tageszeitung an der norddeutschen Küste, rund 120 Mitarbeitende, seit 2010 hat sich die Auflage halbiert. Diskussionsfrage geht hier ins Persönliche: Wer hat in einer Branche gearbeitet, die durch Digitalisierung oder KI unter existenziellem Druck steht, oder stand?

Praxis 2: Disruptions-Level & Klassifizierung

Die Zusammenfassung ordnet die drei Häuser auf einer Skala ein: Level 1 geringe Disruption (Moosrasen: KI berührt nur die Begleitprozesse, der Druck kommt aus dem eigenen Wachstumsziel, Typ Wachstumsfall), Level 2 mittlere Disruption (IHK. Teile der Kernwertschöpfung sind direkt betroffen, andere kaum, Druck von außen und innen, Typ Modernisierungsfall) und Level 3 maximale Disruption (Küstenkurier, die Kernwertschöpfung selbst ist bedroht, existenzielle Frage zwischen Neuerfindung und Niedergang, Typ Überlebensfall).

Abschluss: Reflexion, Sicherung & Ausblick

Ausblick auf Tag 22: „Wir packen unseren KI-Koffer und besuchen die drei Lehrunternehmen, um gemeinsam Quick Wins zu brainstormen und zu priorisieren.”