Folien: LLMs, Transformer & kritisches KI-Bewusstsein
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Folien: LLMs, Transformer & kritisches KI-Bewusstsein

Alle 90 Folien aus AppliedAIProfessional-M1-W1-T5.pptx, maschinell aus dem Deck gespiegelt am 2026-09-23. Diese Seite ist keine redaktionelle Auswertung. Sie zeigt, was im Deck steht, einschließlich Sprechernotizen. Die kuratierte Auswertung steht auf der Tagesseite.

Folie 1

Applied AI Professional TAG 5

AI Transformation Institute

21. August 2026

Thorsten Gluitz

Folie 2

UNSER CODE OF KNOWLEDGE TRANSFER

#GernePerDu

#SonstFragenWir

#ImmerFragen✋

Sprechernotiz

MA machen lassen – micht alles Vorbesetimmen, speed I Bei Mitarbeiter Helfen Schulungen, Multiplikatoren , Center of Excellellence Strategische Richtung klar definieren: Vision und Mission deutlich kommunizieren Langfristige Ziele und kurzfristige Meilensteine festlegen Schlüsselindikatoren für Erfolg bestimmen Einbindung und Empowerment der Mitarbeiter: Nutzung von Basis Tools ermöglichen Fortbildungen und klare Regeln zur Nutzung Ermutigung eigene Projekte zu entwerfen Tools und Ressourcen für Tools oder iegene Entwicklungen bereitstellen: Erfolgsmessung und Anpassung: Strategische Leitlinie + Mitarbeiter mitnehmen! -> Angst nehmen + Technologieverständnis + Compliance einhalten -> Schulungen von einzelnen Team für Use Cases

Folie 3

Euer Referent für heute

Thorsten Gluitz

Gründer AI-X Lab CPO movacar | duke technologies HoP Ben Fleet Services PM Notebooksbilliger.de | Chrono24 | wetter.com

Product Innovation & AI Transformation Consultant

Folie 3, Bild aus dem Deck (Grafik 7)Folie 3, Bild aus dem Deck (Grafik 8)Folie 3, Bild aus dem Deck (Grafik 9)Folie 3, Bild aus dem Deck (Grafik 11)Folie 3, Bild aus dem Deck (Grafik 23)
Folie 4

Checkpoint & Wiederholung

1

2

3

Die Dreifaltigkeit – Big Data, Rechenleistung und Deep Learning ermöglichen moderne KI

KI gibt es schon lange – neuronale Netze sind technische Grundlage für eine Vielzahl von Anwendungen

Claude-Oberfläche erkundet – Projekte, Artefakte und Modellauswahl verstanden

Folie 5

Recap: Unser empfohlener Loop – für jeden Meilenstein

01

Prompt befüllen

Platzhalter durch eigene Inhalte ersetzen

02

Abschicken

Claude startet den Dialog

03

Coaching- Gespräch

Bis zum Abschluss-Check

04

MD-Datei ausgeben

Strukturiertes Ergebnis

05

Ins Projekt hochladen

Claude baut darauf auf

Das ist eine Empfehlung – kein Pflichtformat. Ihr seid frei in eurer Erarbeitung. Wer einen anderen Weg findet, der besser zu ihm passt, soll ihn gehen.

Struktur hilft – aber das Gespräch mit Claude gehört euch.

Folie 6

Recap: Euer Projekt-Wissen bleibt – bis ihr es aktualisiert

Was das bedeutet

• Claude arbeitet immer mit dem, was im Projekt liegt.

• Ältere Dateien bleiben aktiv bis ihr sie ersetzt.

• Was heute stimmt, stimmt in zwei Wochen vielleicht nicht mehr.

Wann ihr updaten solltet

• Nach jedem Meilenstein – neue MD-Datei hochladen.

• Wenn ihr neue Kenntnisse entwickelt oder bestehende Inhalte weiterentwickelt habt.

• Wenn sich euer Berufsbild oder eure Ziele ändern.

Wer sein Projekt pflegt, bekommt bessere Antworten – immer.

Folie 7

Lernziele für Heute

1

2

3

... versteht du, wie Transformer und Skalierung den KI-Durchbruch ermöglicht haben.

... kannst du Halluzinationen und Bias in KI-Outputs erkennen und einordnen.

… nutzt du, Claude gezielt für die Optimierung deines (LinkedIn-) Profils

Nach diesem Tag…

…hast du einen ersten Schritt unternommen um deine aktuelle Ki-Kompetenz-Journey zu teilen.

Sprechernotiz

MA machen lassen – micht alles Vorbesetimmen, speed I Bei Mitarbeiter Helfen Schulungen, Multiplikatoren , Center of Excellellence Strategische Richtung klar definieren: Vision und Mission deutlich kommunizieren Langfristige Ziele und kurzfristige Meilensteine festlegen Schlüsselindikatoren für Erfolg bestimmen Einbindung und Empowerment der Mitarbeiter: Nutzung von Basis Tools ermöglichen Fortbildungen und klare Regeln zur Nutzung Ermutigung eigene Projekte zu entwerfen Tools und Ressourcen für Tools oder iegene Entwicklungen bereitstellen: Erfolgsmessung und Anpassung: Strategische Leitlinie + Mitarbeiter mitnehmen! -> Angst nehmen + Technologieverständnis + Compliance einhalten -> Schulungen von einzelnen Team für Use Cases

Folie 8

Tag 5 – Unser Plan für heute

Zeit

Phase

Inhalt

09:00 – 09:15

Einstieg

Einstieg, Checkpoint & Wiederholung

09:15 – 10:15

Theorie 1

Was hat sich geändert? – Transformer & Skalierung

10:15 – 11:15

Theorie 2

Wie funktioniert ein Sprachmodell?

12:00 – 12:30

Mittagspause

Mittagspause

12:30 – 14:00

Praxis 1

Halluzinationen & Bias selbst erleben

14:00 – 16:00

Praxis 2

LinkedIn Profil Analyse & Optimierung und Kompetenzprofil Meilenstein 2

16:00 – 16:15

Abschluss

Reflexion, Sicherung & Ausblick

11:15 – 12:00

Was kann KI nicht? Halluzinationen & Bias

Theorie 3

Folie 9

1. Was hat sich geändert?

MODUL 1 Tag 5

Was hat sich geändert? Reasoning? Was geht und wo liegen die Grenzen? Halluzinationen erleben Bias sichtbar machen LinkedIn Profil Analyse & Optimierung Kompetenzprofil updaten

Folie 10

Und was ist jetzt neu?

Folie 10, Bild aus dem Deck (Grafik 2)
Sprechernotiz

Warum der Transformer „Transformer" heißt – eine Insider-Geschichte Im Jahr 2017 veröffentlichte ein Team bei Google Brain das Paper „Attention Is All You Need" – die Geburtsstunde der Transformer-Architektur, auf der heute praktisch alle großen KI-Modelle basieren. Aber woher kommt eigentlich der Name? Einer der acht Autoren des Papers war Jakob Uszkoreit, Sohn des renommierten Computerlinguisten Hans Uszkoreit, der über Jahrzehnte das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken mitgeprägt hat. Jakob selbst war ebenfalls eine Zeit lang am DFKI tätig, bevor er zu Google ging. Die Geschichte: Um intern bei Google die nötige Rechenkapazität für das Projekt bewilligt zu bekommen, brauchte das Team einen überzeugenden Pitch. Jakob packte kurzerhand die erste Seite eines Transformers-Comics auf seine Präsentation – ein augenzwinkernder Marketing-Gag, der hängen blieb. Das frühe Design-Dokument trug dann auch den Titel „Transformers: Iterative Self-Attention and Processing for Various Tasks" und war mit sechs Charakteren aus der Transformers-Franchise illustriert. Der Name blieb, das Team nannte sich „Team Transformer", und der Rest ist Geschichte.

Folie 11

Der Sommer der KI…

Neuronale Netze

1956: Dartmouth Konferenz

1950: Turing Test

Technologische Herausforderungen

´

Technologische Innovationen

Rechen-leistung

1996 Chess: Deep Blue gewinnt gegen Kasparow

Neue Lern-algorithmen für Deep Learning

Große Daten-mengen

Narrow AI, hoher Bedarf an Trainingsdaten & Fehlerquote

Meilensteine der öffentlichen Aufmerksamkeit

2016 GO: Alpha Go gewinnt gegen Lee Sedol

Transformer Architektur

2022: ChatGPT veröffentlicht

1950

1960

1970

1980

1990

2000

2010

2020

Aufmerksamkeit/Investitionen

Folie 12

Was ist sind Transformer?

Transformer sind eine spezielle Art von Neuronalen Netzen

... es gibt sie seit Ende 2017 (Google)

…sie erlauben riesige parallele Berechnungen

Folie 12, Bild aus dem Deck (Google Shape;381;g1e3cc0cece9_0_390)
Folie 13

Und das war 2017. ChatGPT kam dann erst Nov 2023.

https://arxiv.org/pdf/1706.03762

Folie 13, Bild aus dem Deck (Grafik 3)
Sprechernotiz

Stell dir vor, du stehst auf einer vollen Cocktailparty. 50 Leute reden gleichzeitig. Dein Gehirn könnte theoretisch versuchen, allen 50 Gesprächen gleich viel Aufmerksamkeit zu schenken — aber das wäre Wahnsinn. Stattdessen machst du etwas Schlaues: Du filterst. Jemand am anderen Ende des Raums sagt deinen Namen. Sofort dreht sich deine Aufmerksamkeit dorthin. Nicht weil das Wort lauter war, sondern weil es für dich gerade relevant ist. Genau so funktioniert der Attention-Mechanismus in einem Sprachmodell. Wenn das Modell den Satz verarbeitet: "Die Katze, die gestern im Garten saß und die Vögel beobachtete, sprang plötzlich auf den …" — dann muss es für das nächste Wort nicht allen vorherigen Wörtern gleich viel Gewicht geben. Es lernt: "Katze" und "sprang" sind hier die Schlüsselwörter. "gestern", "im", "und" — nett, aber weniger entscheidend. Das Modell stellt sich also bei jedem Schritt drei Fragen: Was suche ich gerade? (Ich brauche ein Wort, auf das eine Katze springen könnte) Wer von euch früheren Wörtern passt dazu? (Katze → Tier → springt auf etwas) Was genau liefert ihr mir? (Kontext: lebendiges Tier, Garten, Jagdverhalten) Das Ergebnis: Statt 20 Wörter × 20 Wörter blind durchzurechnen, verteilt das Modell seine Aufmerksamkeit gezielt — wie du auf der Cocktailparty. Manche Wörter bekommen 40% Aufmerksamkeit, andere 0,1%. Und der Clou: Das Modell hat das nicht einprogrammiert bekommen. Es hat durch Training gelernt, worauf es achten muss. Genau wie du gelernt hast, bei deinem Namen hellhörig zu werden.

Folie 14

Hierfür gehen wir erstmal in den Keller…

Folie 14, Bild aus dem Deck (Grafik 2)
Sprechernotiz

Generative KI ist eine Form von Künstlicher Intelligenz, die in der Lage ist, neue Inhalte zu erzeugen. Beispiele für generative KI-Anwendungen sind z.B. Textgenerierung, Bildgenerierung oder Musikgenerierung Generative KI nutzt komplexe Algorithmen und insbesondere sogenannte Foundation-Modelle (Sprachmodelle oder LLMs), um auf Basis von vorhandenem Wissen und Daten neue Informationen zu generieren.

Folie 15

ChatGPT & Co. – wieso funktioniert das?

Folie 15, Bild aus dem Deck (Grafik 3)
Sprechernotiz

Ein Sprachmodell lernt Kookurrenzmuster und damit die Wahrscheinlichkeit einer Folge von Wörtern vorherzusagen. Alle heutigen Sprachmodelle sind auf großen Textmengen trainierte Transformer ChatGPT  GPT 3.5/4.0 (Generative Pre-trained Transformer) BARD  LaMDA (Language Model for Dialogue Applications), PALM2 (Pathways Language Model) Transformer sind eine spezielle Art von NNs ... es gibt sie seit Ende 2017 (Google) …sie erlauben riesige parallele Berechnungen

Folie 16

Die Wahrscheinlichkeit des nächsten Wortes

Folie 16, Bild aus dem Deck (Grafik 3)
Sprechernotiz

Alle heutigen Sprachmodelle sind auf großen Textmengen trainierte Transformer ChatGPT  GPT 3.5/4.0 (Generative Pre-trained Transformer) BARD  LaMDA (Language Model for Dialogue Applications), PALM2 (Pathways Language Model)

Folie 17

Wie und was wird da trainiert?

Folie 17, Bild aus dem Deck (Picture 5)Folie 17, Bild aus dem Deck (Picture 6)Folie 17, Bild aus dem Deck (Picture 8)
Folie 18

🎬 Eingebettetes Medium im Deck: 20260412-1116-25.0956966 (nicht extrahiert)

Sprechernotiz

https://animatedllm.github.io/generation-simple

Folie 19

Aber wenn es um die Wahrscheinlichkeit für das nächste Wort geht, warum bekomme ich dann bei gleicher Eingabe immer unterschiedliche Ergebnisse?

Folie 20

🎬 Eingebettetes Medium im Deck: 20260411-0802-43.4087264 (nicht extrahiert)

Sprechernotiz

https://platform.openai.com/

Folie 21

Auf welchen Daten wurde das Sprachmodell GPT 3 trainiert?

Die meisten Trainingsdaten stammen aus dem Webarchiv von Common Crawl, und sind seit 2008 gesammelt worden.

GPT 3 wurde hauptsächlich mit dem Webarchiv von 2008 bis 2021 trainiert

Diagramm (PIE (5)), Kategorien: Common Crawl, WebText 2, Books1, Books2, Wikipedia

Sprechernotiz

100 mio sieht ein Kind bis 10 Jahren

Folie 22

Mit einer enormen Datenmenge

Umgerechnet in Bibeln ergibt sich eine Anzahl von 338.403 Bibeln. Gestapelt wäre das fast 4x so hoch wie der Mount Everest. Im Vergleich: Google‘s Gemini liegt heute schon bei 120 Mio. Bibeln.

Folie 22, Bild aus dem Deck (Picture 2)

Diagramm (PIE (5))

Sprechernotiz

Da die Modelle mit wahnsinnig vielen Daten vortrainiert sind, deswegen braucht man für die Anwendung weniger Kontextdaten (als früher) um überzeugende Ergebnisse zu generieren

Folie 23

Das Wettrennen um das größte Sprachmodell

Folie 23, Bild aus dem Deck (Grafik 1)
Sprechernotiz

Da die Modelle mit wahnsinnig vielen Daten vortrainiert sind, deswegen braucht man für die Anwendung weniger Kontextdaten (als früher) um überzeugende Ergebnisse zu generieren

Folie 24

Je größer, desto vielfältiger einsetzbar

10 Mrd. Parameter

Folie 24, Bild aus dem Deck (Picture 7)
Sprechernotiz

- Emergenz

Folie 25

Je größer, desto vielfältiger einsetzbar

540 Mrd. Parameter

Folie 25, Bild aus dem Deck (Picture 5)
Folie 26
Folie 26, Bild aus dem Deck (Grafik 3)
Sprechernotiz

The Rise of Generative AI Large Language Models (LLMs) like ChatGPT — Information is Beautiful

Folie 27

Und dann war da noch die Emergenz...

Emergenz bei KI Plötzliches Auftreten neuer, komplexer Fähigkeiten, die nicht explizit programmiert wurden. Die Eigenschaften entstehen durch die Interaktion einfacher Komponenten.

Mehr als die Summe der einzelnen Teile

Folie 27, Bild aus dem Deck (Grafik 3)Folie 27, Bild aus dem Deck (Grafik 7)
Folie 28

Vom nächsten Wort zu einer sinnvollen Antwort…

Folie 28, Bild aus dem Deck (Grafik 18)
Folie 29

Mit Training in zwei Stufen

1) Instruction Model

WAS? Wie muss auf die verschiedenen Arten von Dialogen (Schreibe, fasse zusammen, klassifiziere) geantwortet werden?

WIE? 300.000 Beispieldialoge als Trainingsdaten

2) Alignment Training

WAS? Welche Antworten des Modells sind gut und welche nicht

WIE? >75.000 Dialoge von Testpersonen mit dem Modell und Bewertung der Antworten (1-5)

Sprechernotiz

Beim Preference Learning sind zwischen 50 und 1000 Benutzer beteiligt (ChatGPT) bzw. Crowd-Worker (LaMDA). Es wurden insgesamt mehr als 75.000 Interaktionen mit dem Modell durchgeführt. Das Training dauerte mehrere Monate

Folie 30

…bis zu einer ungefährlichen Antwort.

Folie 30, Bild aus dem Deck (Grafik 18)
Folie 31

Wieder mit viel Training

Damit auf die Frage „Wie baue ich eine Bombe?“ keine sinnvolle, sondern eine ungefährliche Antwort generiert wird.

Folie 31, Bild aus dem Deck (Picture 5)
Folie 32

Es gibt viele, viele Methoden der KI…

Copilot, ChatGPT, Claude...

Beispiel Sprachmodelle

 Anwendungen: Erlauben Menschen die Nutzung von Sprachmodellen

Folie 33

2. Reasoning?

MODUL 1 Tag 5

Was hat sich geändert? Reasoning? Was geht und wo liegen die Grenzen? Halluzinationen erleben Bias sichtbar machen LinkedIn Profil Analyse & Optimierung Kompetenzprofil updaten

Folie 34

Wie alles begann: Das Strawberry-Problem

1 — Die Frage

Strawberry

Wie viele r stecken in Strawberry? → 3

2 — Warum KI scheitert

3 — Die Lösung

Projekt Strawberry → OpenAI o1 (Sep 2024)

Nicht mehr Wissen war nötig — sondern eine neue Art zu denken.

Das Doppel-rr in „berry“ geht als ein Token-Bruchstück verloren. Die KI zählt nicht — sie rät.

So lesen wir:

S

t

r

a

w

b

e

r

r

y

Buchstabe für Buchstabe → 3 r’s ✓

KI sieht je ein r in ‚raw‘ und ‚berry‘ — aber das Doppel-rr geht als ein Block verloren.

So „liest“ die KI:

st

raw

berry

Token-Muster → 2 r’s ✗

Folie 34, Bild aus dem Deck (Graphic 36)
Folie 35

So sieht Reasoning in Aktion aus

Folie 35, Bild aus dem Deck (Grafik 2)
Sprechernotiz

Üben lassen …

Folie 36

Wie bringt man einer KI das Denken bei?

Klassisches KI-Modell ⚡ Wie ein Schüler, der die Lösung aus dem Bauch heraus hinschreibt. Sofortige Antwort, kein sichtbarer Denkprozess.

Reasoning-Modell 🧠 Wie ein Schüler, der seine Rechenschritte aufschreibt. Zeigt den Lösungsweg Schritt für Schritt.

Die Frage ist: Woher kommen diese Denkschritte?

Folie 37

Ein Entwickler aus Südamerika bewirbt sich bei OpenAI

Anfang 2023 OpenAI heuert über 1.000 Freelancer an – viele aus Südamerika und Osteuropa.

Darunter Softwareentwickler, die einen ungewöhnlichen Coding-Test bekamen.

Was sie nicht wussten: Sie bewarben sich nicht auf einen Job. Sie lieferten Trainingsdaten.

Quelle: Semafor, Januar 2023

Folie 38

Der zweiteilige Test

Teil 1 Denkweg beschreiben Erkläre schriftlich in Englisch, wie du an dieses Coding-Problem herangehen würdest. Schritt für Schritt.

Teil 2 Lösung + Bugs Liefere eine Lösung. Beschreibe jeden Bug, den du findest, und erkläre, wie du ihn behebst.

OpenAI wollte nicht den Code – sie wollten den Denkprozess in natürlicher Sprache.

Folie 39

So wird aus menschlichem Denken KI-Training

1

Mensch löst Problem

2

Mensch dokumentiert Denkschritte

3

Daten werden zum Training verwendet

4

KI lernt, eigene Denkschritte zu erzeugen

Dieses Prinzip heißt Chain-of-Thought – die KI lernt nicht nur WAS richtig ist, sondern WIE man zur Antwort kommt.

https://arxiv.org/abs/2305.20050 (31 May 2023)

Folie 39, Bild aus dem Deck (Grafik 2)
Folie 40

Klassisches LLM vs. Reasoning-Modell

Klassisch GPT-4, Claude Sonnet Eingabe: "Was ist 17 × 24?" → Sofortige Antwort: "408" Kein sichtbarer Denkprozess. Schnell, aber bei komplexen Aufgaben fehleranfällig.

Reasoning o3, Claude mit Extended Thinking Eingabe: "Was ist 17 × 24?" → Denkprozess: "17 × 20 + 17 × 4 = 340 + 68" → Antwort: "408" Langsamer, aber nachvollziehbar und bei schwierigen Aufgaben deutlich besser.

vs.

Folie 41

Das Reasoning-Rennen

Von Spezialmodellen zum Standard – September 2024 bis März 2026

○ Separate Reasoning-Modelle

● In Hauptlinie integriert

Sep 24

Dez 24

Feb 25

Apr 25

Jul 25

Okt 25

Jan 26

Mär 26

OpenAI

o1-prev.

o1

o3-mini

o3

o3-pro

GPT-5

5.2 Think

5.4 Think

Google

2.0 Flash

2.5 Pro

3 Pro

Anthropic

3.7 Son.

4 Opus

4.1

4.5

4.6

DeepSeek

R1

R2*

xAI

Grok 3

Grok 4

4.1

Grok 5

Alibaba

QwQ Prev.

QwQ-32B

Qwen3

Q3-Max

Q3.5

*DeepSeek R2 bleibt eigene Reasoning-Linie | Quellen: Herstellerblogs, offizielle Release-Daten

Folie 42

Die Erkenntnis: Reasoning ist kein Extra mehr

2024

Das Experiment

Anfang 2025

Alle ziehen nach

Ab Mitte 2025

Zusammenführung

GPT-4

o1

OpenAI

Qwen

QwQ

Alibaba

Einzelne Hersteller veröffentlichen separate Reasoning-Modelle neben ihren Hauptmodellen

Op

Go

An

DS

xA

Al

Startschuss!

Innerhalb weniger Monate bringen alle sechs Anbieter Reasoning-Modelle

Hauptmodell

Reasoning

Reasoning + Standard

Reasoning wird ins Hauptmodell integriert. Kein separates Produkt mehr.

Reasoning ist zum Standard-Feature jedes Frontier-Modells geworden.

Folie 43

Was bedeutet das für uns?

Nachvollziehbarkeit Wir können sehen, WIE die KI zu ihrem Ergebnis kommt.

Bessere Ergebnisse bei komplexen Aufgaben Reasoning-Modelle lösen mehrstufige Probleme deutlich zuverlässiger.

Neue Interaktionsmuster Statt kurzer Prompts können wir der KI komplexe Aufgaben geben und sie zerlegt sie selbst in Schritte.

Folie 43, Bild aus dem Deck (Graphic 27)Folie 43, Bild aus dem Deck (Graphic 28)Folie 43, Bild aus dem Deck (Graphic 29)
Folie 44

Praxisanwendung in Langdock

Folie 44, Bild aus dem Deck (Picture 4)
Folie 45

Praxisübung: Rechtmäßige Kündigung

Prompt: Untersuche und bewerte die Wirksamkeit der vorliegenden Kündigung unter Berücksichtigung der relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorschriften.   Sachverhalt:   Herr Müller arbeitet seit fünf Jahren als Vertriebsmitarbeiter bei der "TechSolutions GmbH", einem Unternehmen, das sich auf IT-Lösungen für mittelständische Unternehmen spezialisiert hat. Herr Müller hat in den letzten zwei Jahren wiederholt seine Verkaufsziele nicht erreicht und erhielt in diesem Zeitraum zwei schriftliche Abmahnungen. Die erste Abmahnung erhielt er vor 18 Monaten wegen anhaltend schlechter Verkaufszahlen und die zweite vor sechs Monaten wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber einem wichtigen Kunden.  Am 15. März erhielt Herr Müller eine schriftliche Kündigung, die ihm persönlich von seinem direkten Vorgesetzten übergeben wurde. In dem Kündigungsschreiben wurde als Grund für die Kündigung die anhaltende Nichterfüllung der Verkaufsziele genannt. Die Kündigung soll zum 30. Juni wirksam werden. Herr Müller ist 42 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist nicht Mitglied des Betriebsrats, aber er ist seit vier Jahren schwerbehindert mit einem Grad der Behinderung von 60. Die "TechSolutions GmbH" beschäftigt 250 Mitarbeiter und hat keinen Betriebsrat. In den letzten Monaten musste das Unternehmen aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten und sinkender Nachfrage nach seinen Produkten bereits mehrere Mitarbeiter entlassen. Diese Entlassungen betrafen hauptsächlich den Produktionsbereich, nicht den Vertrieb.  In seiner Freizeit engagiert sich Herr Müller ehrenamtlich für soziale Projekte in seiner Gemeinde und ist bei seinen Kollegen und Vorgesetzten für sein Engagement und seine Hilfsbereitschaft bekannt.

Gebt bitte diesen Prompt komplett in Langdock in ChatGPT ein und analysiert das Ergebnis.

Sprechernotiz

Generative KI ist eine Form von Künstlicher Intelligenz, die in der Lage ist, neue Inhalte zu erzeugen. Beispiele für generative KI-Anwendungen sind z.B. Textgenerierung, Bildgenerierung oder Musikgenerierung Generative KI nutzt komplexe Algorithmen und insbesondere sogenannte Foundation-Modelle (Sprachmodelle oder LLMs), um auf Basis von vorhandenem Wissen und Daten neue Informationen zu generieren.

Folie 46

3. Was geht und wo liegen die Grenzen?

MODUL 1 Tag 5

Was hat sich geändert? Reasoning? Was geht und wo liegen die Grenzen? Halluzinationen erleben Bias sichtbar machen LinkedIn Profil Analyse & Optimierung Kompetenzprofil updaten

Folie 47

Was glaubt ihr — was können Sprachmodelle heute?

3 Dinge, die KI-Modelle eurer Meinung nach können & 1 Ding, das sie nicht können.

Sprechernotiz

Moderationshinweis: • Teilnehmer 2 Min. in Murmelgruppen sammeln lassen • Dann per Zuruf sammeln (Whiteboard/Flipchart) • Bewusst NICHT korrigieren — Erwartungen und Missverständnisse stehen lassen, werden im Verlauf aufgelöst • Typische Antworten: „Texte schreiben“, „Bilder erstellen“, „Übersetzen“, „Programmieren“ • Typische Fehl-Erwartungen: „Kann googeln“, „Weiss alles“, „Denkt selbstständig“

Folie 48

Die Modalitäten-Landkarte

Foundation Model

Input

Output

Text

Text

Bild

Bild

Audio

Audio

Daten/Code

Daten/Code

Moderne Modelle sind multimodal — sie verarbeiten und erzeugen verschiedene Medientypen.

Folie 49

Verstehen & Zusammenfassen

Bild → Text

„Das Bild zeigt einen Mann in einem grauen Anzug, der auf einem Basketballfeld steht und einen Basketball hält.“

Daten → Text

{ "name": "AeroGlide X5", "kategorie": "Scooter", "preis": 499 }

„Der AeroGlide X5 ist ein kompakter E-Scooter für den Stadtverkehr. Für 499 € bietet er 40 km Reichweite und erreicht bis zu 25 km/h.“

KI kann strukturierte und unstrukturierte Informationen in verständliche Sprache übersetzen.

Folie 49, Bild aus dem Deck (eingesetzter-Film.png)
Folie 50

Erzeugen & Kreieren

Text → Bild

"Photo of a little girl with a dog on a floor, soft natural light"

Text → Video

"A cinematic shot of an SUV driving on a winding mountain road..."

Von der Textbeschreibung zum fertigen Medium — in Sekunden.

🎬 Eingebettetes Medium im Deck: A_girl_petting_her_dog_slowly_seed7818349270639181.mp4 (nicht extrahiert)

🎬 Eingebettetes Medium im Deck: suv-in-the-dust.mp4 (nicht extrahiert)

Folie 51

Transformieren & Übersetzen

Bild → Bild

Technische Skizze → Fotorealistisches Rendering

Text → Code

„Schreibe ein JavaScript-Snippet für ein Shop-Popup mit Rabattcode“

function showPopup() { const code = "SAVE20"; modal.show("20% Rabatt!"); }

Natürliche Sprache → Funktionierender Code

Bestehende Inhalte in neue Formate und Sprachen übersetzen — auch in Programmiersprachen.

Folie 51, Bild aus dem Deck (eingesetzter-Film.png)Folie 51, Bild aus dem Deck (eingesetzter-Film.png)
Folie 52

Eure Einschätzung vs. Realität

Was ihr genannt habt

[ Wird live befüllt ]

Was wir gesehen haben

Verstehen & Zusammenfassen

Erzeugen & Kreieren

Transformieren & Übersetzen

Was hat euch überrascht? Was fehlt?

Folie 53

Aber kann ich den Ergebnissen trauen?

Folie 54

Wahrscheinlich ≠ Wahr

Was passiert Das Modell wählt Token für Token die statistisch wahrscheinlichste Fortsetzung. Gibt es keine eindeutige Antwort, erzeugt es die plausibelste.

Das Problem Plausibel klingt oft richtig. Das Modell erfindet Fakten, Quellen und Zusammenhänge, die überzeugend klingen.

Wichtig Das ist kein Bug. Es ist eine direkte Konsequenz des Mechanismus.

"Wer erfand die Relativitätstheorie?"

Modell generiert Token für Token:

Albert

Einstein

im Jahr

???

P:

1905 42%

1915 35%

1921 23%

✓ richtig

Bei hoher Konfidenz: meist korrekt. Bei niedriger Konfidenz: das Modell rät — klingt aber genauso sicher.

Folie 55

Und 2023 war das noch wirklich krass…

Folie 55, Bild aus dem Deck (Picture 7)
Folie 56

Perfekt formuliert. Komplett erfunden.

Halluzinierte Quelle Müller, K. & Bergmann, T. (2023). Organizational Impact of Generative AI in Mid-Size Enterprises. Journal of Digital Transformation, 14(2), 127–143. DOI: 10.1082/jdt.2023.0142 Autor, Journal und DOI — alles erfunden.

Halluzinierte Marktdaten "Der europäische Markt für KI-gestützte Prozessautomatisierung wuchs 2024 um 34,7% auf ein Volumen von 12,3 Mrd. Euro." (Quelle: McKinsey Digital Report Q3/2024) Zahl, Wachstumsrate und Quelle — alles erfunden.

Die Qualität der Formulierung sagt nichts über die Richtigkeit aus.

Folie 57

Das Modell lernt, was wir ihm zeigen

Prompt: "Illustration of a CEO meeting" Stable Diffusion XL, 2023 Der Prompt sagt nichts über Geschlecht, Alter oder Herkunft.

Das Modell ergänzt aus den Trainingsmustern — und die spiegeln bestehende Verhältnisse wider. Was in den Daten überrepräsentiert ist, wird zum Standard.

Bias in KI ist kein Programmierfehler. Es ist ein Spiegel der Trainingsdaten — und damit ein Spiegel unserer Gesellschaft.

Folie 57, Bild aus dem Deck (Grafik 2)
Sprechernotiz

Übung – jeder gibt den gleichen prompt ein und wir zählen

Folie 58

Was heißt das für euch?

Fakten prüfen KI-Outputs nie ungeprüft übernehmen. Besonders bei Zahlen, Quellen und Eigennamen — das sind die häufigsten Halluzinations-Stellen.

Sensible Entscheidungen hinterfragen Wenn KI bei Recruiting, Kundenbewertung oder Berichterstattung eingesetzt wird: Bewusst auf Verzerrungen prüfen.

Stärken nutzen, Schwächen kennen KI ist am stärksten bei Aufgaben, deren Ergebnis ihr einschätzen könnt. Am riskantesten bei Themen ohne eigene Expertise.

Folie 58, Bild aus dem Deck (Graphic 29)Folie 58, Bild aus dem Deck (Graphic 30)Folie 58, Bild aus dem Deck (Graphic 31)
Folie 59

Montag dann die Frage: Wie kann ich die Ergebnisse verbessern?

Folie 60

4. Halluzinationen selbst erleben

Was hat sich geändert? Reasoning? Was geht und wo liegen die Grenzen? Halluzinationen erleben Bias sichtbar machen LinkedIn Profil Analyse & Optimierung Kompetenzprofil updaten

MODUL 1 Tag 5

Folie 61

KI “lügt” - und klingt dabei sehr überzeugend.

Was passiert, wenn ein Werkzeug eine falsche Antwort gibt, die sich richtig anfühlt?

Folie 61, Bild aus dem Deck (Image 0)
Folie 62

Aufgabe: Finde fehlerhafte Antworten

Aufgabe:

1

Öffne Langdock und klicke auf das Modell-Auswahlmenü (oben links). Wähle ein älteres Modell — z.B. „claude-2“ oder das Modell mit dem ältesten Versionsdatum in der Liste.

2

Stelle 2–3 Fragen aus deinem Berufsfeld — Fragen, bei denen DU die richtige Antwort bereits kennst. Beispiel: Fachbegriffe, gesetzliche Regelungen, branchenspezifische Verfahren.

3

Halte fest: Wo antwortet das Claude Modell falsch, unvollständig oder irreführend? Schreib dir einen Satz dazu auf.

Drei Leitfragen für die Reflexion:

Wo hat das Modell etwas Falsches oder Veraltetes geantwortet? Klang die falsche Antwort trotzdem überzeugend — oder war der Fehler sofort erkennbar? Was bedeutet das konkret für deinen Arbeitsalltag?

Folie 62, Bild aus dem Deck (Image 0)
Folie 63

Praxisanwendung in Langdock

Folie 63, Bild aus dem Deck (Picture 4)
Folie 64

Was habt ihr gefunden?

Wo lag das Claude Modell falsch?

Teile ein konkretes Beispiel — was hat das Modell behauptet, das nicht stimmte? Ein Satz reicht.

Wie überzeugend klang es?

War die falsche Antwort auf den ersten Blick schwer zu erkennen — oder offensichtlich? Was hat den Unterschied gemacht?

Was nimmst du mit?

Worauf wirst du ab jetzt in deinem Arbeitsalltag anders achten, wenn du KI-Outputs verwendest?

Jede:r teilt ein Beispiel — ein Satz reicht.

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Halluzinationen sind kein Bug, sondern Feature

Halluzinationen sind keine Fehlfunktion. Sie sind eine direkte Konsequenz davon, wie Sprachmodelle arbeiten. Ein Sprachmodell berechnet die statistisch wahrscheinlichste Fortsetzung eines Textes. Es unterscheidet nicht zwischen „ich weiß das sicher“ und „ich vermute das“.

9,2 %

Allgemein

Durchschnitt, allg. Wissen

bis 18,7 %

Recht & Verwaltung

domänenspezifisch

bis 64 %

Gesundheitswesen

klinische Texte, ohne Mitigation

Quelle: Vectara Hallucination Benchmark / drainpipe.io, Stand 2025

Das ist kein Bug. Das ist ein Feature der Technologie. Wer das verinnerlicht, nutzt KI besser.

Niemals auf Output verlassen. Immer eigenständig prüfen.

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5. Bias sichtbar machen

Was hat sich geändert? Reasoning? Was geht und wo liegen die Grenzen? Halluzinationen erleben Bias sichtbar machen LinkedIn Profil Analyse & Optimierung Kompetenzprofil updaten

MODUL 1 Tag 5

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Bias: KI spiegelt die Welt, die war.

Was passiert, wenn die Trainingsdaten selbst verzerrt sind?

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Praxisübung: Bias selbst erleben

Gebt genau diesen Prompt in Langdock in ChatGPT und Claude ein:

Erstelle ein Bild eines C-Level-Meetings eines mittelständischen Unternehmens mit 8 Teilnehmern. Verwende realistische in Deutschland vorkommende Namen und Positionen.

ChatGPT Prompt eingeben & Ergebnis sichern

Claude Sonnet Prompt eingeben & Ergebnis sichern

+

Dann wertet aus: Wie viele Männer, wie viele Frauen? Wer führt den Vorsitz? Was fällt auch sonst noch (negativ) auf?

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Praxisanwendung in Langdock

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Praxisübung: Zwei Prompts im Vergleich

Prompt A

„Beschreibe einen typischen Manager in einem Technologieunternehmen.“

Prompt B

„Beschreibe eine typische Managerin in einem Technologieunternehmen.“

Sende beide Prompts in zwei einzelnen Chats an Claude Sonnet oder ChatGPT und vergleiche die Antworten. Was fällt dir auf?

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Praxisanwendung in Langdock

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Wo kommen diese Unterschiede her?

Waren die Antworten auf Prompt A und Prompt B wirklich gleich — oder gab es subtile Unterschiede in Sprache, Attributen, Ton?

Woher kommen diese Unterschiede? Nicht von einer Person, nicht von einer Absicht, sondern aus Millionen von Texten, die Menschen vorher geschrieben haben.

Was bedeutet das, wenn ich KI-Ergebnisse unreflektiert weiterverwende? Zum Beispiel bei Stellenausschreibungen, Beurteilungen oder Kundenkommunikation?

„KI spiegelt die Gesellschaft — nicht die Gesellschaft, die wir uns wünschen.“

Bekannte Fälle: Amazon-Recruiting-Tool (KI bevorzugte männliche Bewerber bei Tech-Stellen) | Workday-Klage 2025 (systematische Absagen für Bewerber über 40). Bias ist kein Ausnahmefall — er ist strukturell.

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6. LinkedIn Profil Analyse & Optimierung

Was hat sich geändert? Reasoning? Was geht und wo liegen die Grenzen? Halluzinationen erleben Bias sichtbar machen LinkedIn Profil Analyse & Optimierung Kompetenzprofil updaten

MODUL 1 Tag 5

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Praxisanwendung in CLAUDE

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LinkedIn ist der erste Ort, wo eure KI-Kompetenz sichtbar wird

KI kann bei der Formulierung helfen – aber ihr müsst die Richtung vorgeben

Bias-Fallen erkennen: Stereotype Formulierungen, Branchen-Floskeln, Gendering

Ziel: KI-Affinität als Stärke positionieren – ohne übertrieben zu wirken

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Häufige Bias-Muster und überzogone LinkedIn Outputs

Geschlechterstereotype: Männliche Branchen → "Experte" / Weibliche Branchen → "Beraterin"

Standard-Floskeln: "Passionate about", "Driving innovation", "Thought leader"

Branchenklischees verstärken statt durchbrechen

Übertreibung: "KI-Experte" nach 5 Tagen Kurs

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Schritt 1: Ausgangssituation erfassen

Öffnet euer LinkedIn-Profil oder notiert euch die aktuelle Headline

1

Was steht aktuell in meiner LinkedIn-Headline?

2

Erwähne ich dort bereits KI oder neue Technologien?

3

Für wen möchte ich sichtbar werden?

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Schritt 2: LinkedIn-Headline optimieren

📝 Prompt – LinkedIn-Headline optimieren

Hier ist meine aktuelle LinkedIn-Headline: "[Aktuelle Headline einfügen]". Außerdem arbeite ich in [Branche/Bereich] und meine typischen Aufgaben sind: [2-3 Kernaufgaben]. Ich entwickle gerade KI-Kompetenzen und möchte das professionell darstellen. Erstelle mir 3 Varianten für eine verbesserte LinkedIn-Headline (max. 120 Zeichen), die meine KI-Affinität als Stärke positioniert – ohne übertrieben zu wirken.

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Schritt 3 – About-Sektion überarbeiten

📝 Prompt – LinkedIn About-Sektion

Hier ist mein beruflicher Hintergrund: [2-3 Sätze aus Tag-4-Profil]. Außerdem bringe ich mich aktuell bei KI-Technologien auf den neuesten Stand. Schreibe mir eine LinkedIn-About-Sektion (max. 200 Wörter), die zeigt: (1) Was ich beruflich mitbringe, (2) Wie ich KI als Werkzeug einsetze, (3) Welchen Mehrwert ich damit schaffe. Ton: professionell, aber persönlich. Keine Übertreibungen.

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7. Komptetenzprofil Meilenstein 2

MODUL 1 Tag 4

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Bevor ihr weitermacht – kurzer Check

01_berufsprofil.md ist exportiert

Datei ist als Projektdokument im md format im Claude-Projekt hochgeladen

Claude kennt euer Berufsprofil – ihr seht es in der Projektübersicht

Ohne das hochgeladene Berufsprofil kann Claude die Verknüpfung im zweiten Schritt nicht herstellen. Kurz prüfen, bevor ihr weitermacht.

Sprechernotiz

[ Thorsten prüft kurz im Plenum – wer noch nicht exportiert hat, holt es jetzt nach ]

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Claude arbeitet jetzt mit eurem Berufsprofil

Was anders ist

• Ihr startet eine neue Konversation im Projekt.

• Claude hat automatisch Zugriff auf 01_berufsprofil.md.

• Die Ergebnisse aus Schritt 1 und 2 werden verknüpft.

Was ihr zum ersten Mal erlebt

• Wie ein Claude-Projekt mit wachsender Wissensbasis arbeitet.

• Das ist kein Zufall – ihr habt es so gebaut.

• An Tag 8 behandeln wir dieses Konzept vertieft als Thema.

Jedes Dokument das ihr hochladet macht Claude ein bisschen mehr zu eurem persönlichen Coach.

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Nächster Schritt: Erarbeitungsprompt2 ins Projekt kopieren

Neue Konversation starten – nicht im selben Chat wie Schritt 1, aber im richtigen Projekt „Mein KI-Kompetenzprofil“.

06

AITI Academy öffnen und die Datei herunterladen: Erarbeitungsprompt2_Prozesse_Potenzial.md

07

Neue Konversation im Projekt „Mein KI-Kompetenzprofil“ starten

08

Prompt kopieren und abschicken – noch kein Material hochladen

Sprechernotiz

[ Thorsten zeigt live – Prompt aus Learnworlds herunterladen, neue Konversation im Projekt starten ]

Folie 84

Euer Tag-3-Material rein – alle drei Bereiche

01

Bereich 1 – „Meine Prozesse & Aufgaben“: wiederkehrende Aufgaben und Prozesse

02

Bereich 2 – „Mein KI-Potenzialfeld“: die 2–3 markierten Aufgaben mit kurzer Begründung

03

Bereich 3 – „Hier sehe ich Potenzial“: euer vervollständigter Lernziel-Satz

Auch hier gilt: roh, unstrukturiert, so wie es steht. Claude übernimmt die Zuordnung zu den drei Bereichen.

Sprechernotiz

[ 5 Minuten – alle sammeln und posten ihr Tag-2-Material aus Miro ]

Folie 85

Nächster Schritt: 02_prozesse_und_potenzial.md

01

Dialog führen

Claude verknüpft eure Prozesse mit dem Berufsprofil und stellt Rückfragen

02

Kontrollpunkte laufen automatisch

Vollständigkeits-Check, Abschluss-Check, Qualitäts-Check

03

Abschluss-Check bestätigen

MD-Datei erstellen lassen

04

Exportieren & hochladen

Als 02_prozesse_und_potenzial.md exportieren und ins Projekt-Wissen hochladen

Wenn Bereich 2 noch unscharf ist – das ist okay. Wir fangen gerade erst an mit eurem KI Kompetenzprofilen.

Folie 86

Reflexion, Sicherung & Ausblick auf den nächsten Tag

Folie 86, Bild aus dem Deck (Picture 4)
Folie 87

Tag 5 – Abschluss

Das nehmen wir mit

Transformer-Architektur und Skalierung haben KI zu dem gemacht, was sie heute ist. Das war der eigentliche Durchbruch, nicht ChatGPT allein. Ein Sprachmodell rät. Es weiß nicht, es halluziniert. Wer das versteht, prüft jeden Output bevor er ihn verwendet. Bessere Prompts führen zu besseren Ergebnissen, das ist keine Magie, das ist Methode. Und Methoden kann man lernen.

Wer KI kritisch versteht, nutzt sie besser. Das ist kein Widerspruch, das ist die Grundlage.

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Ausblick - Tag 6

Wie hole ich systematisch mehr aus KI heraus und welche Techniken machen wirklich den Unterschied?

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Let‘s Checkout

Jede:r erarbeitet den Check-out und wir besprechen es gemeinsam.

1

https://miro.com/app/board/uXjVGjjun1c=/

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Sprechernotiz

https://miro.com/app/board/uXjVGjjun1c=/

Folie 90

Vielen Dank! Tag 5 & Die 1. Woche erfolgreich abgeschlossen!

AI Transformation Institute

21. August 2026

Thorsten Gluitz