Rogers' Diffusionskurve
Fünf Adoptergruppen entlang der Zeit, das Bild dafür, dass sich eine KI-Einführung nicht an alle gleichzeitig richtet, sondern Gruppe für Gruppe.
Everett Rogers, „Diffusion of Innovations“ (1962); im Kurs an Tag 15, Folie 69 („Verschiede Typen von Menschen…“)
Die Glockenkurve beschreibt, in welcher Reihenfolge Menschen eine Neuerung übernehmen. Die Fläche unter der Kurve teilt sich in fünf Gruppen:
- Innovators (2,5 %): probieren aus Neugier, akzeptieren Risiko und unfertige Werkzeuge.
- Early Adopters (13,5 %): übernehmen früh und mit Urteil; die Gruppe, aus der Meinungsführer:innen kommen.
- Early Majority (34 %): steigen ein, wenn der Nutzen belegt ist.
- Late Majority (34 %): folgen, wenn der Druck von außen oder die Norm im Haus es nahelegt.
- Laggards (16 %): übernehmen zuletzt, oft erst, wenn die Alternative wegfällt.
Wofür das Modell im Kurs steht. Bei einer KI-Einführung im Unternehmen richtet sich Kommunikation nicht an „alle Mitarbeitenden”, sondern an eine Gruppe nach der anderen. Der Hebel liegt bei den Early Adopters: Sie werden zu KI-Botschafter:innen, an denen sich die Early Majority orientiert. Widerstand der Laggards am Anfang zu bekämpfen, kostet Kraft, ohne die Kurve zu beschleunigen.
Im Deck steht das Modell in Kotters Stufe 2 („Führungsteam aufbauen”) neben den drei Führungsrollen Navigator, Driver und Enabler, siehe Kotters 8-Stufen-Modell.